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A wie Angst vor Untersuchung bzw. Diagnose: Viele Menschen gehen zum Radiologen, um einen Krankheitsverdacht abzuklären. Wenn gleich die radiologischen Untersuchungen selbst meist nicht sehr unangenehm sind, begleiten ungute Gefühle und Angst vor dem Untersuchungsergebnis die Patienten. Zudem finden sie zumeist einen großen Praxisbetrieb vor, der nicht vergleichbar ist mit den vertrauten Gesichtern beim Hausarzt, der sie überwiesen hat. Doch auch in der radiologischen Praxis setzen sich Ärzte wie Teams zum Ziel, Patienten bestmöglich zu betreuen. Das heißt: Informationen, Aufklärung und Betreuung rund um die Untersuchung, angenehme Untersuchungsatmosphäre, möglichst wenig Wartezeiten. Auf das letztendliche Untersuchungsergebnis haben wir keinen Einfluss, aber wir wollen die unsichere Zeit für Sie so angenehm wie möglich gestalten. So können wir Ihnen beispielsweise bei Kernspintomographien in vielen Fällen das ungute Gefühl durch angenehme Musik, die Sie per Kopfhörer während der Untersuchung begleitet, oder in manchen Fällen auch durch die Gabe eines Beruhigungsmittels nehmen. Sprechen Sie uns an. Fest steht: Auch wenn Ihnen manche radiologische Untersuchung Angst macht, sind die nicht-invasiven Diagnosemöglichkeiten beim Radiologen risikoärmer als jeder tatsächliche Eingriff in den Körper.

Abdomen-Leeraufnahme: Leeraufnahme des Bauches, d.h. die Röntgenaufnahme des Bauches ohne Verwendung von Kontrastmittel.

Ablatio mammae: operative Entfernung der Brust.

Amniographie: intrauterine (d. h. innerhalb der Gebärmutter) Röntgenkontrastdarstellung des Fetus; durch Ultraschalldiagnostik ersetzt.

Anamnese: [gr. Erinnerung] Krankengeschichte; Art, Beginn u. Verlauf der aktuellen Beschwerden, die im ärztlichen Gespräch mit dem Kranken (Eigenanamnese) oder dessen Angehörigen (Fremdanamnese) erfragt werden.

Anforderungsratgeber: Ratgeber des Radiologienetz für überweisende Ärzte und interessierte Laien, der erläutert, welche radiologischen Verfahren am besten für bestimmte medizinische Fragestellungen geeignet sind, um unnötige, fehlindizierte Untersuchungen zu vermeiden. Er basiert auf den europäischen Leitlinien zur Anforderung von bildgebenden Verfahren und wurde 2007 von der Stiftung Gesundheit mit dem Gütesiegel ausgezeichnet
(mehr unter www.anforderungsratgeber.de).

Angio-: (auch: Angi-) Wortteil mit der Bedeutung „Gefäß“.

Angiographie: Methode zur Darstellung der (Blut-)Gefäße. Hierfür wird häufig ein Kontrastmittel in das Blutgefäß gespritzt. Zweck ist u. a. das Aufspüren von Gefäßengstellen oder Blutungen. Seldinger-Methode, CT-Angiographie, MR-Angiographie.

Angiokardiographie: (Angio-; Kardiographie); Röntgenkontrastdarstellung der Herzhöhlen u. der großen Gefäße nach Herzkatheterisierung; ermöglicht die Beurteilung von Form, Größe u. Veränderungen der Herzhöhlen, Herzklappen sowie der großen Gefäße.

Applikationsform: die Art und Weise, wie ein Medikament verabreicht wird und damit in den Körper gelangt. Entsprechend der Verabreichungsform muss die Darreichungsform gewählt werden, also die Art, wie das Medikament zubereitet wird (z. B. Tablette, Zäpfchen usw.).

Areal, hyperdens: radiologischer Ausdruck zur Beschreibung eines Bereichs, der eine höhere Dichte als das umliegende Gewebe desselben Organs aufweist.

Areal, hypodenses: radiologischer Ausdruck zur Beschreibung eines Bereichs, der eine niedrigere Dichte als das umliegende Gewebe desselben Organs aufweist.

Arteriographie: Darstellung von Arterien. Siehe auch Angiographie.

Aufklärung zu Risiken: Keine Untersuchung ist ohne Risiko. Untersuchungsalternativen müssen besprochen, Kontraindikationen (Gegenanzeigen) abgeklärt und Strahlen- bzw. Allergierisiken eingegrenzt werden. Vor einer radiologischen Untersuchung werden Patienten zumeist mithilfe von vorgefertigten, standardisierten Aufklärungsbögen über die Risiken der Methode aufgeklärt und müssen medizinisch wichtige Fragen zu ihrer Person beantworten.
Die Bögen des Radiologienetz können auf unserem Portal www.radiologie.de runtergeladen werden. Dadurch haben Patienten die Zeit, die sie brauchen, um unklare Punkte z. B. mit dem Hausarzt vorab zu besprechen. Natürlich können sie sich dann weiterhin vor Ort beim medizinischen Personal der radiologischen Praxis und im Arztgespräch mit dem Radiologen informieren und offene Fragen klären.
Siehe auch Patientenaufklärung.

AUG: Abk. für Ausscheidungsurographie, Röntgenuntersuchung der ableitenden Harnwege.

Auswahl des Radiologen: Die Empfehlung eines Arztes durch einen anderen unterliegt aus Gründen der freien Arztwahl in Deutschland engen Grenzen. Objektivierbare Beurteilungskriterien für medizinische Leistung und ihre Qualität fehlen oder sind Patienten nur schwer zugänglich. Folgende Kriterien können bei der Auswahl eines Radiologen helfen:

1. Leistungsspektrum der radiologischen Praxis
2. Arztqualifikation und -erfahrung
3. Patienten-Zuweiser-Arztkommunikation
4. Geräteausstattung
5. Terminvergabe und Wartezeiten
6. Praxisatmosphäre und Freundlichkeit
7. Lage und Erreichbarkeit der Praxis für Sie

Versuchen Sie selbst zu urteilen, auch wenn es schwierig ist, denn: Die „weichen“ Faktoren wie Freundlichkeit und Service sind nicht unbedingt Indikatoren für medizinische Qualität, auf die es schließlich ankommt.