Ihre häufigsten Fragen (FAQ)

In den letzten fünf Jahren wurden über dieses Portal viele interessante Fragen gestellt.
Lesen Sie hier die häufigsten Fragen und die Antworten unserer Radiologen nach.

Verschattungen sind Gebiete mit vermehrter Dichte (z.B. eine Lungenentzündung) und stellen sich im konventionellen Röntgenbild weiß dar. Im Gegensatz dazu sind Aufhellungen Gebiete mit verminderter Dichte (z.B. stark luftgefüllte Darmschlingen) und stellen sich schwarz dar. Wenn Röntgenstrahlen von der Kamera kommend in den menschlichen Körper gelangen, wird nur ein Teil der ursprünglichen Strahlen den Körper (ohne abgelenkt worden zu sein) wieder verlassen. Ein großer Teil der Strahlen ist hingegen entweder abgelenkt (d.h. der Strahl verlässt den Körper in einem anderen Winkel als er eingetreten ist) oder vom Körper aufgenommen (absorbiert) worden. Das Ausmaß der Abschwächung des Röntgenstrahls hängt im Wesentlichen von der Dichte des Gewebes ab. Diese Dichteunterschiede werden bei der Computertomographie mittels verschiedener Grautöne wiedergegeben. Dementsprechend wurden auch die Begriffe gewählt. Als hyperdens werden Gewebe mit erhöhtem, als hypodens solche mit erniedrigtem und als isodens Gewebe mit gleichem Abschwächungswert bezeichnet. Das dichteste Gewebe des menschlichen Körpers ist der besonders robuste Knochen an der Schädelbasis. Im MRT Link MRT/ Ultraschall spricht man hingegen von hyper- oder hypointens. Es handelt sich hier im Gegensatz zu Röntgenaufnahmen nicht um eine „Dichte-Bildgebung“ sondern im weitesten Sinne um eine Weichteil-Bildgebung. Es gibt völlig unterschiedliche Möglichkeiten, MRT-Bilder zu erstellen und somit können bestimmte Organe in einer Untersuchungssequenz dunkel (hypointens) und in einer andern hell (hyperintens) erscheinen. Referenz für die Auswahl dieser Begriffe sind jeweils die umgebenden Strukturen. Deshalb kann man korrekterweise in einem MRT-Befund nicht sagen, eine Struktur sei hypointens sondern es sollte immer lauten: Im Vergleich zu einer bestimmten Referenz-Struktur ist diese Struktur hypointens.
Die Röntgenaufnahme ist wie ein gewöhnliches Foto ein zweidimensionales Bild. Um eine krankhaft Veränderung besser zu erkennen und im dreidimensionalen Raum zu lokalisieren, werden Aufnahmen in unterschiedlichen Ebenen durchgeführt (üblicherweise 2 Ebenen, z.B. bei Aufnahmen von Knochen oder der Lunge).

Kontrastmittel sind stark strahlenabsorbierende Substanzen, welche beispielsweise für Röntgen und Computertomographie einen hohen Jod-Anteil enthalten. Durch ihre chemische Zusammensetzung wird ihre Ausscheidung vorbestimmt, z.B. wird bei einer Untersuchung der ableitenden Harnwege ein nierengängiges KM gespritzt. Die Ausscheidung über die Nieren und die Passage in Harnleitern und Blase wird in bestimmten Zeitabschnitten mit Röntgenbildern festgehalten. Bei einer Darstellung des Magen-Darm-Traktes wird unter Durchleuchtung ein anderes Kontrastmittel vergeben: Der typische weiße Bariumbrei. Der wichtigste Bestandteil ist Bariumsulfat, eine ungiftige Bariumverbindung, die geschluckt, d.h. oral verabreicht, wird.

Bei Untersuchungen in der CT werden z.B. für ein CT des Abdomen beide Verfahren angewendet. Das orale Kontrastmittel wird etwa 1-2 Stunden vor der Untersuchung getrunken. Während der eigentlichen CT-Untersuchung wird Ihnen zusätzlich ein jodhaltiges Kontrastmittels über die (Arm-)Vene gespritzt. Jod ist an sich sehr gut verträglich, jedoch für Patienten, die an einer Jodallergie leiden eher ungeeignet. Ebenso sollte bei krankhaften Nierenwerten oder bei einer Schilddrüsenüberfunktion auf die Kontrastmittelgabe verzichtet oder entsprechende Vorbeuge-Maßnahmen getroffen werden.

Auch in der Kernspintomographie werden Kontrastmittel eingesetzt. Diese enthalten jedoch, anders als bei vielen Röntgen-Kontrastmitteln kein Jod, sondern meist Gadolinium. Dieses chemische Element beeinflusst im Gewebe die magnetischen Eigenschaften benachbarter Wasserstoffatome. Andere Kernspin-Kontrastmittel enthalten kleinste Eisenpartikel. Diese Kontrastmittel werden in erster Linie bei der Untersuchung der Leber verwendet, da Eisen in bestimmten Leberzellen aufgenommen wird.

In der Nuklearmedizin werden keine Kontrastmittel vergeben. Es handelt sich hier vielmehr um radioaktive Substanzen (Tracer), welche sich in bestimmten Organen anreichern oder verstoffwechselt werden und somit eine Aussage über die Funktion eines Organs erlauben.

Was ist der Unterschied zwischen ionischen und nichtionischen Kontrastmitteln?
Bei Röntgenuntersuchungen und in der Computertomographie unterscheidet man zwischen ionischen und nichtionischen Kontrastmitteln. Ionisches Kontrastmittel hat eine hohe Osmolalität („Zähigkeit“) welche dazu führt, dass es leicht zu Plasmaproteinbindungen im Blut kommt. Dies bedingt die schlechtere Organverträglichkeit auf solche KM. Nichtionische Kontrastmittel sind in einem wesentlich geringeren Maße davon betroffen und gut verträglich. Aus diesem Grund wird heute überwiegend nichtionisches Kontrastmittel verwendet.

Für die auf der Haut durchgeführten üblichen Tuberkulosetests gilt: Eine positive Reaktion (roter, erhabener Punkt an der Teststelle) besagt nicht automatisch, dass Sie an Tuberkulose erkrankt sind, sondern kann auch durch eine vorangegangene Impfung gegen Tuberkulose hervorgerufen werden. In Einzelfällen gibt es auch eine positive Reaktion ohne Erkrankung und Impfung (man spricht dann von einem falsch positiven Ergebnis des Tests). Deshalb gilt: Einem positiven Test muss, um Sie und andere Menschen Ihrer Umgebung zu schützen, nachgegangen werden. Es gilt zu klären, ob der Test auch in der Vergangenheit positiv gewesen ist. Sind sie geimpft und war der Test schon früher positiv, sollte nur bei konkretem Verdacht auf eine Ansteckung eine Aufnahme der Lunge durchgeführt werden. Eine solche Ansteckung kann auch bei geimpften Personen erfolgen. Die Lungenaufnahme ist erheblich genauer als der Hauttest und kann Zeichen einer Tuberkulose mit größerer Empfindlichkeit nachweisen. Ist ein Test überraschend positiv, sollte auf jeden Fall eine Röntgenaufnahme durchgeführt und gegebenenfalls weitere Untersuchungen angeschlossen werden.
Hier gibt es klare gesetzliche Regelungen. Röntgenbilder sind Eigentum des durchführenden Arztes und dieser hat auch die Pflicht, die Aufnahmen aufzubewahren (zu archivieren). Der Arzt ist allerdings auch verpflichtet, diese Aufnahmen oder Kopien dem weiterbehandelnden Arzt oder Ihnen als Patient vorübergehend leihweise zu überlassen. Üblicherweise müssen Sie hierfür ein Formular ausfüllen und unterschreiben. Sie können – auch als Privatpatient - kein Eigentumsrecht an Ihren Bildern erwerben.

Kann ich meine kleinen Kinder zum Untersuchungstermin mitbringen?
Generell ja. Bei manchen nuklearmedizinischen Untersuchungen ist jedoch der direkte Kontakt während oder unmittelbar danach nicht möglich.

Ab welchem Alter wird kein Einverständnis des Erziehungsberechtigten benötigt?
Die rechtlichen Beziehungen zwischen Arzt und Patient beruhen auf einem Behandlungsvertrag (Dienstvertrag). Bei Minderjährigen (unter 18 Jahre) oder unter Betreuung stehenden Volljährigen kommt ein Behandlungsvertrag nur durch die Mitwirkung eines gesetzlichen Vertreters zustande.

Ist das Stillen eines Kindes nach Kontrastmittelgabe im CT oder MRT gleich möglich oder sollte eine Stillpause eingelegt werden?
Übliche CT- und MRT-Kontrastmittel, welche intravenös verabreicht werden, gehen in weniger als 0,01% in die Muttermilch über. Davon wiederum wird nur ein Bruchteil vom Säugling aufgenommen so dass diese Menge verschwindend gering ist. Eine Stillpause ist deswegen nicht zwingend notwendig, wird allerdings mitunter empfohlen, da es natürlich keine kontrollierten Studiendaten dazu geben kann. Andererseits werden bei gegebener Indikation auch Säuglinge mit intravenös gespritztem Kontrastmittel untersucht, um verschiedene Dinge abzuklären. Die hierbei verabreichte Dosis liegt nach o.g. natürlich wesentlich höher. Einzig bei bestimmten MRT-Kontrastmitteln hat man mittlerweile einen Zusammenhang mit einer Nierenschädigung und Bindegewebsschädigung festgestellt.

In Studien konnte gezeigt werden, dass bei stillenden Müttern, denen ein gadoliniumhaltiges Kontrastmittel verabreicht wurde, nur ca. 0,04 % der verabreichten Menge in der Muttermilch feststellbar war. Dies entspricht bei einer üblichen für einen Menschen mit 70 kg Körpergewicht verabreichten Menge von 15 ml etwa 0,006 ml. Diese Menge liegt deutlich unter der bei der MRT von Säuglingen normalerweise eingesetzten Kontrastmittelmenge von 1ml. Unabhängig von dem geringen zu erwartenden Kontrastmittelspiegel in der Muttermilch, ist eine prinzipiell schädigende Wirkung auf Säuglinge nach Kontrastmittelaufnahme über die Muttermilch nicht bekannt.
Grundsätzlich lässt sich mit bildgebenden Verfahren unterscheiden, ob eine Fraktur frisch oder schon lange verheilt ist. Bei frischen Frakturen können Reparatur- und Umbauvorgänge (durch Kernspintomographie) dargestellt werden, auch wenn ein Frakturspalt nicht auf den ersten Blick sichtbar ist. Vom Fortschritt dieser Heilung kann der Zeitpunkt des Bruchs unter Berücksichtigung des Patienten (grundsätzliche Heilungseigenschaft, Mobilität, Alter usw.) grob eingegrenzt werden. Nachdem die Bruchlücke vollkommen geschlossen ist, der Bruch also konsolidiert ist, kann das exakte Alter der Fraktur in aller Regel nicht mehr genau bestimmt werden. Unter Umständen lassen Formveränderungen des betroffenen Knochens oder Anpassungsvorgänge benachbarter Strukturen gewisse Rückschlüsse auf den Zeitpunkt der Verletzung zu.
Die MRT ist vollkommen strahlen-unabhängig. Die Bilder werden hier erzeugt, indem der Patient in einem starken Magnetfeld liegt, sich also alle seine Atome (der Mensch besteht vornehmlich aus Wasser) im Magnetfeld in eine Richtung ausrichten und anschließend mit genau berechneten elektromagnetischen Anregungen jeweils einzelne kleine Anteile des Körpervolumens kurzzeitig in andere Richtungen orientieren. Nach Abschaltung des Impulses kehren diese Anteile sehr schnell wider in den Ursprungszustand zurück. Die Geschwindigkeit für diesen Vorgang ist je nach Beschaffenheit des untersuchten Gewebes sehr unterschiedlich und kann gemessen werden, so dass hieraus Bilder, welche die Zusammensatzung und den Zustand des Gewebes darstellen, berechnet werden können. Die Ultraschalluntersuchung benötigt einen Schallkopf, indem hochfrequente Wellen erzeugt werden. Diese werden in den Körper hineingesendet, wo sie je nach Zusammensetzung des Gewebes unterschiedlich zurückgesendet (reflektiert) werden. Im Schallkopf ist gleichzeitig ein Empfänger eingebaut, welcher diese reflektierten (teilweise umgelenkt oder in der Frequenz verändert) Schallwellen wieder aufzeichnen. Aus der Errechnung der Veränderung des eingesendeten Signals können die typischen Ultraschallbilder errechnet werden. Genau wie die MRT ist die Ultraschalluntersuchung absolut „strahlungsfrei“, die verwendeten elektromagnetischen Wellen sind vollkommen unschädlich und können vom Körper nicht wahrgenommen werden.
Viele Menschen empfinden beim ersten Anblick eines MRT-Gerätes das Gefühl von Platzangst. Es ist auch korrekt, dass die Lage in diesem röhrenartigen Gerät recht ungewöhnlich ist. Das Wissen, im Gerät völlig ruhig liegen zu müssen und sich teilweise auch gar nicht bewegen zu können, verstärkt die Angst. Zu Ihrer Beruhigung: Für einige Untersuchungen (z.B. MRT des Knies oder der Sprunggelenke) muss man nicht mit dem Kopf in das Gerät hineingefahren werden. Ferner sind viele moderne Geräte schon deutlich großzügiger und damit patientenfreundlicher. Es lohnt sich somit stets, die Untersuchung mit dem durchführenden Arzt genau zu besprechen und das Gerät näher anzuschauen. Aus Erfahrung vieler Radiologen hilft ein beruhigendes Gespräch, die Ängste auszuräumen. Bei Fortbestehen der Probleme kann in seltenen Fällen auch ein Beruhigungsmittel verabreicht werden. Dieses wird vor der Untersuchung beispielsweise als Tablette oder Tropfen gegeben. Nachteilig hieran ist, dass Ihre Aufmerksamkeit herabgesetzt wird, so dass Sie nach der Untersuchung auf keinen Fall mit dem Auto nach Hause fahren können. Sollte das Angstgefühl erst während der Untersuchung auftreten oder sich unerträglich verstärken, können Sie jederzeit den Kontakt mit dem durchführenden Arzt oder der Medizinisch Technischen Assistentin (MTA) herstellen, da Sie eine Notfallklingel in der Hand halten, die Sie betätigen können.
Der Lärm im MRT hat etwa die Lautstärke einer Bohrmaschine, wird aber im Laufe der Untersuchung nicht lauter. In jedem Fall stehen Sie mit dem Personal permanent in Kontakt und können bei Bedarf entweder eine Sprechanlage nutzen oder eine Art „Notknopf“, den Sie während der Untersuchung in der Hand halten, drücken. Gegebenenfalls empfiehlt sich die Gabe eines Beruhigungsmittels. Achten Sie bitte darauf, danach auf das Autofahren zu verzichten.
Die Untersuchung sollte nur zwischen dem 6 - 12. Tag nach dem 1. Tag der Periode gemacht werden. In der 2. Hälfte des Zyklus verändert sich das Brustdrüsengewebe durch den zunehmenden Progesteron-Einfluß. Dadurch nimmt auch das gesunde Drüsengewebe Kontrastmittel auf und lässt sich nicht mehr sicher von krankhaftem Gewebe unterscheiden.
In der MR-Mammographie sieht man bzgl. der Dignität eines Tumors nicht mehr als bei einer Biopsie. Die Gewebeentnahme (Biopsie) ist die zuverlässigste Methode bei der Beurteilung eines bekannten Knotens. Die MR-Mammographie wird eher zum Aufspüren (Detektion) einer Neubildung oder zum Ausschluss weiterer Neubildungen, wenn schon eine derartige aus anderen Untersuchungen bekannt oder vermutet sein sollte, verwendet. Bestimmte gutartige Tumoren haben in der MRT so klare Erscheinungsmerkmale, dass auf eine Biopsie verzichtet werden kann. Manchmal werden dann zur weiteren Erhöhung der Sicherheit des Befundes Kontrolluntersuchungen (beispielsweise nach 12 Monaten) empfohlen, entweder wieder mit der MRT oder mit einem anderen Verfahren.

Herzschrittmacher und bioelektrische Implantate
Patienten mit Herzschrittmachern und anderen "bioelektronischen" Implantaten wie Insulinpumpen oder Innenohrprothesen (Cochleaimplantaten) dürfen nicht untersucht werden, da diese dabei meist zerstört werden.

Metallsplitter und Metallteile
Teilen Sie dem untersuchenden Arzt unbedingt mit, wenn Sie metallhaltige Teile im Körper haben! Insbesondere können Gefahren von Metallsplittern im Bereich des Auges oder Hirngewebes ausgehen.
Früher wurden stark eisenhaltigen Metallclips, bei Hirngefäßoperationen verwendet. Neuere Gefäßclips sind üblicherweise nicht magnetisierbar und damit ungefährlich in der MRT. Moderne Implantate wie Gelenk-Prothesen, Gefäßprothesen (Stents) oder Schrauben bestehen vielfach aus Titan oder ähnlichen nicht magnetischen Metallen und sind daher ebenfalls nicht magnetisierbar. Bei der Computertomographie bestehen keine Probleme mit Metallsplittern oder Metallteilen im Körper.

Tattoo und Permanent Make up
Bestimmte Tätowierungen mit eisenhaltigen Farben können sich bei MRT-Untersuchungen verändern, insbesondere kann es zu unangenehmen Erhitzungen in diesem Bereich kommen. Das gleiche gilt für ein Permanent Make up mit eisenhaltigen Farbpigmenten.  Bei der Computertomographie bestehen keine Probleme mit Tattoos und Permanent Make up.

Ja. Metalllegierungen, die z. B. in Zahnfüllungen, - Inlays oder in Gelenkprothesen, Knochenplatten und -schrauben verwendet werden, führen in der Regel nur in ihrer unmittelbaren Umgebung zu Bildstörungen. Gefahren für den untersuchten Patienten gehen von solchen Implantaten nicht aus. Auch Träger von künstlichen Herzklappen können sich in der Regel gefahrlos einer Kernspintomographie unterziehen.
Es finden sich gewöhnlicherweise keine magnetisierbaren Metalle im Brillengestell, so dass die Brille nicht vom MRT angezogen werden kann. Wenn nicht bekannt ist ob der Piercing-Schmuck magnetisierbar ist, sollte man ihn vorsorglich vor der Untersuchung entfernen.
Nein. Die Kernspintomographie arbeitet ohne Strahlung, wie sie etwa im Röntgen, in der Computertomographie oder Nuklearmedizin zur Anwendung kommt. Unter bestimmten Bedingungen kommt es zu einer äußerst geringen, nach heutiger Erkenntnis unschädlichen Erwärmung des Gewebes, die der Patient nicht bemerkt. Bestimmte magnetische Anregungsformen können gelegentlich zu "Muskelzucken" führen. Eher unangenehm als schädlich wird der Lärm im Untersuchungsgerät wahrgenommen, weswegen die Untersuchung mit Gehörschutzkapseln oder Ohrstöpseln durchgeführt wird.
Die Untersuchungsbedingungen bei der Kernspintomographie stellen ein starkes Wechselmagnetfeld dar, wie es Grundlage des so genannten Elektrosmogs ist. Es gibt jedoch technische Unterschiede (deutlich höhere Wechselfrequenz), außerdem wirkt das Magnetfeld bei der Kernspintomographie sehr kurz und allenfalls gelegentlich ein. Gesundheitsstörungen durch die Untersuchung sind nicht bekannt.
Es bestehen keine medizinischen Bedenken gegen eine Kernspinuntersuchung bei Kindern. Säuglinge können erfahrungsgemäß nur in Kurznarkose untersucht werden, da sie nicht ruhig liegen bleiben. Kleinkinder etwa ab 3 Jahren machen meist eifrig und neugierig mit, wenn Mutter oder Vater dabei sind und evtl. sogar mit in den Tunnel kriechen. Als Faustregel gilt: Kinder haben keine Angst vor der Untersuchung, wenn Ihre Eltern keine Angst haben. Schließlich tut es ja nicht weh.
Nach dem heutigen Stand der Wissenschaft ist die MRT in der Schwangerschaft unbedenklich. Sie wird in bestimmten Zentren sogar zur Diagnostik des Embryos in der Gebärmutter angewendet. Durch die hohe Lärmbelastung während der Untersuchung (die Mutter bekommt einen Hörschutz) kann das Kind während der Untersuchung erwachen. Da beispielsweise über eventuelle Hörschäden durch eine Untersuchung noch keine Berichte vorliegen, sollte eine MRT-Untersuchung in der Schwangerschaft genau abgewogen werden. Muss aber bei akuten schwerwiegenden Erkrankungen der werdenden Mutter (z.B. akute sehr starke Kopfschmerzen) eine bildgebende Diagnostik erfolgen, ist die MRT auf jeden Fall einer Röntgenuntersuchung vorzuziehen.
Eine MR-Untersuchung ist ein Verfahren, bei dem keine Röntgen- oder andere Strahlen eingesetzt werden. Die Grundlage der MR-Diagnostik besteht im Verhalten von Wasserstoffatomen in einem starken Magnetfeld. Nach heutigem Kenntnisstand ist die Kernspintomographie (=MR) ein diagnostisches Verfahren ohne bekannte negative Wirkungen. Daher dürfen auch Babys, Kleinkinder und Schwangere (nach den ersten drei Monaten) in einem Kernspintomographen so oft wie erforderlich untersucht werden. Diese Aussage muss im Einzelfall durch das etwaige Auftreten von Kontrastmittelreaktionen, Lärmbelastung oder Platzangst eingeschränkt werden.
Die MRT ist die diagnostische Methode der Wahl, wenn es darum geht, Entzündungen und Veränderungen der weichen Anteile eines Gelenks, also Sehnen, Bänder, Kapsel, Schleimbeutel oder ähnliches zu beurteilen. Diese Bildgebung findet ohne den Einsatz von Röntgenstrahlen statt, was sie zu einer für den Patienten eher risikoarmen Untersuchungsmethode macht. Grundlage der MRT ist ein starkes Magnetfeld, was um die zu untersuchende Region aufgebaut wird. Es ist daher unerlässlich, Patienten bei einer Untersuchung der Hüfte mindestens bis zu dieser in die "Röhre" des MRT zu schieben. Von der Größe her ist diese Röhre ungefähr vergleichbar mit einer Sonnenbank im Solarium. Die Untersuchung in dieser Position dauert je nach Geräteeigenschaften und Fragestellung etwa 15-20 Minuten. Im Allgemeinen hilft es Patienten, wenn sie sich entspannt und ohne Vorbehalte auf die Untersuchung einlassen. Während der Untersuchung haben Sie als Patient ständig die Möglichkeit über einen Klingelknopf zu signalisieren, wenn Ihnen unwohl ist. In diesem Fall werden Sie sofort aus der Röhre herausgefahren. Ein/e medizinisch technische/r Assistent/in hat den Patienten während der gesamten Untersuchung über Überwachungskameras im Blick und kann im Falle von Unpässlichkeiten jederzeit reagieren. In einigen Praxen können Sie während der Untersuchung auch über einen Kopfhörer Musik hören oder Filme über eine Videobrille sehen. Viele Patienten mit Platzangst beschreiben dies als sehr beruhigende Ablenkung. Schließlich besteht immer auch die Möglichkeit, dass Sie vor der Untersuchung ein leichtes Beruhigungsmittel verabreicht bekommen.
Es spricht nichts gegen die Anwesenheit einer Begleitperson während der Untersuchung. Gerade Patienten, die unter Platzangst leiden, profitieren oft von der Gegenwart einer vertrauten Person. Für alle im MRT anwesenden Personen bestehen natürlich auch die für Patienten geltenden Sicherheitsbestimmungen (Metall, Herzschrittmacher usw.)!
Nein, die Untersuchung mit dem "engen Tunnel" ist die Kernspintomographie (MRT). Die Abtasteinheit des Computertomographen dagegen, die Gantry, ist wie eine etwa 70 cm dicke Scheibe mit einer Öffnung in der Mitte, durch die Patienten geschoben werden. Auch Personen mit Platzangst haben damit selten Probleme. Falls doch Platzangst auftritt, kann ein beruhigendes Medikament gegeben werden, das in der Regel hervorragend wirkt. Danach ist allerdings die Fahrtüchtigkeit eingeschränkt, so dass man in diesem Falle nicht mit dem eigenen Pkw kommen sollte.
Es werden zwei Arten von Kontrastmitteln gegeben: Kontrastmittel, das in die Blutbahn gegeben wird, reichert sich überall da an, wo starke Durchblutung ist. Dazu gehören die meisten Tumoren aber auch entzündliche Prozesse. In stark durchbluteten inneren Organen fallen krankhafte Prozesse umgekehrt manchmal durch ihre geringere Durchblutung im Vergleich zum gesunden Gewebe auf. Meist kann man gutartige und bösartige Bereiche durch Kontrastmittel voneinander unterscheiden. Zusätzlich wird bei Untersuchungen des Magen-Darmtraktes meist Kontrastmittel zu trinken gegeben. Es färbt die Darmschlingen an, damit sie sich in der meist sehr unübersichtlichen Bauchhöhle von anderen Strukturen abgrenzen lassen.
Das Kontrastmittel in der Blutbahn wird innerhalb von 5 Minuten bereits wieder über die Nieren ausgeschieden und ist nach etwa 6 Stunden vollständig aus dem Körper eliminiert. Problematisch kann es werden, wenn die Nierenfunktion gestört ist. Das einfachste Zeichen hierfür ist ein veränderter Laborwert, der Kreatininwert. Er wird häufig vor der CT-Untersuchung erfragt. Das zweite, getrunkene Kontrastmittel wird in geringem Maße aufgenommen, zum größten Teil verbleibt es aber einfach im Darm und wird auf diesem Wege ausgeschieden. Kontrastmittel in anderen Körperräumen werden ins Blut oder die Lymphe aufgenommen und dann über die Nieren ausgeschieden. Gallegängige Kontrastmittel kommen zwar auch ins Blut, aber werden über die Leber in die Gallenwege ausgeschieden und gelangen von dort in den Darm.
Die meisten Untersuchungen der Wirbelsäule, des Skelettsystems, der Gelenke, der Zähne und Nasennebenhöhlen und die Knochendichtemessung am CT (QCT) kommen ohne Kontrastmittel aus. Bei Untersuchungen des Gehirns, der Halsweichteile, des Brust- und Bauchraumes muss dagegen meist Kontrastmittel gegeben werden, um eine optimale Aussage zu erhalten.
Ja, denn die CT arbeitet mit Röntgenstrahlen wie andere Röntgenverfahren auch.
In der Schwangerschaft darf die CT wegen der Strahlenbelastung nicht durchgeführt werden. Andere Ausschlüsse betreffen nur die Vergabe des jodhaltigen Kontrastmittels: Bei den meisten Formen der Schilddrüsenüberfunktion, bei schweren Kontrastmittelunverträglichkeiten in der Vorgeschichte, bei schweren Herz-Kreislauferkrankungen, bei schweren Nierenfunktionsstörungen und bei der Knochenmarkerkrankung "Plasmozytom" darf kein Kontrastmittel gegeben werden.
Die Computertomographie arbeitet mit Röntgenstrahlen wie andere Röntgenverfahren auch. Moderne CT-Geräte arbeiten nach der Vorgabe: möglichst geringe Strahlenbelastung bei möglichst schneller Untersuchung und extrem hoher Auflösung. Einige Geräte sind zusätzlich mit einer Software ausgestattet, die eine Reduktion der Strahlendosis erlaubt. Hierbei wird die sog. „Dosisleistung“ dem Umfang des zu untersuchenden Körperteils angepasst. Neue Computertomographen liefern trotz Schnelligkeit und Reduktion der Dosis eine ausgezeichnete Bildqualität. Wichtig für die Strahlenbelastung ist allerdings auch die Empfindlichkeit der CT-Detektoren und der Durchmesser des Patienten bzw. der zu untersuchenden Körperregion. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Strahlenbelastung bei der Computertomographie stärker schwankt als bei anderen Röntgenuntersuchungen und in der Regel höher ist als bei einem entsprechenden Röntgenbild, aber niedriger als bei den meisten Durchleuchtungsuntersuchungen.
Wenn eine CT des Bauchraumes durchgeführt wird, müssen Sie vor der Untersuchung ein Kontrastmittel trinken, das den Darmtrakt anfärbt. Es dauert ca. eine Stunde, bis das Kontrastmittel im gesamten Darm verteilt ist. Die eigentlichen CT-Schichten werden zwar an einem modernen Spiral-CT innerhalb von Sekunden erstellt, mit dem Umkleiden, dem Lagern auf dem CT-Gerät, dem Legen eines Zugangs für die Kontrastmittelgabe, der Schichtplanung am Computer und der anschließenden Bildberechnung müssen Sie von einer Untersuchungsdauer von ca. 15-30 Minuten ausgehen. Wenn Sie anschließend ein Arztgespräch über das Untersuchungsergebnis führen möchten oder Bilder und Befund mitnehmen wollen, dann müssen Sie dafür weitere 15-30 Minuten einkalkulieren. Alles in allem müssen Sie deshalb auch bei zügiger und pünktlicher Abwicklung für eine CT des Bauchraumes 1,5 - 2 Stunden und für alle anderen CT 30 - 60 Minuten einkalkulieren.
Bitte sind Sie nicht enttäuscht, wenn ihr Radiologe Ihnen nicht die üblichen schwarzen Röntgenaufnahmen mitgeben wird. Heutzutage werden aus der Vielzahl der Aufnahmen häufig nur die interessantesten Bilder ausgewählt. Das liegt daran, dass es mit Einführung der Multidetektoren Computertomographen zu weitaus größeren Bilderflut gekommen ist. Waren es früher eher 20 bis 100 Aufnahmen, kommen heute bei nur einer Bildserie mehrere hundert Bilder zustande. Viele Radiologen bieten an, den Befund gleich mitzunehmen. Sie müssen allerdings bedenken, dass die Bilddokumentation erst vom Arzt gesichtet werden muss. Dann muss ein Bericht diktiert und dieser schließlich geschrieben werden. Das dauert 15-30 Minuten. Sie können sich auch nach der Untersuchung ein vorläufiges Ergebnis vom Radiologen mitteilen lassen. Der Bericht wird dann an Ihren behandelnden Arzt geschickt. Wenn Sie es ganz eilig haben, warten Sie nicht und besprechen das Ergebnis erst später mit Ihrem behandelnden Arzt.
Ja, die Computertomographie (CT) ist eine Untersuchung, welche mit Röntgenstrahlung durchgeführt wird. Bei dem klassischen zwei-dimensionalen Röntgenbild liegt die Röntgenröhre entweder vor oder hinter dem Patienten, dementsprechend wird der Röntgenfilm als Aufnahmemedium genau auf der gegenüberliegenden Seite des Patienten positioniert. Bei der CT hingegen drehen Röntgenröhre und Aufnahmemedium, hier Detektor genannt, mit kontinuierlicher Geschwindigkeit um den Patienten. Dadurch werden Bilder aus unterschiedlichen Blickwinkeln angefertigt, so dass der Patient dreidimensional „abgetastet“ und dargestellt werden kann. Hieraus werden die typischen Querschnittsbilder des Körpers errechnet. Im Vergleich zu vielen klassischen Bildern werden die diagnostischen Möglichkeiten deutlich verbessert, allerdings liegt die Strahlenbelastung vielfach auch deutlich höher. Eine Aufnahme der Lunge (Thorax Untersuchung) mit einem klassischen CT hat etwa eine 50-fach höhere Dosis als eine klassische Lungenaufnahme in zwei Ebenen (5 versus 0,1 mSv). Durch Niedrigdosistechniken (siehe auch: Was bedeutet eine Niedrigdosis-Computertomographie (CT)?) lässt sich allerdings bei vielen CT Untersuchungen die Dosis deutlich verringern.
Hier kann keine generelle Antwort gegeben werden. Obwohl gerade in den Anfangstagen der Mehrzeilen- oder auch Multislice Computer-Tomographie höhere Dosierungen im Vergleich zu „konventionellen“ einzeiligen Spiral-CT Geräten berichtet wurde, bietet die MSCT viele technische Voraussetzungen, um die Dosis zumindest gleichbleibend zu halten.
Dies ist eine Untersuchungstechnik, bei der eine deutlich verminderte Strahlenbelastung angewendet wird. Im Gegenzug ist die Qualität der Bilder schlechter und sie erscheinen unschärfer. Derartige Qualitätsabstriche können aber hingenommen werden, da die Untersuchung nicht bei Patienten mit einem konkreten Verdacht auf eine bösartige Neubildung (Krebs) angewendet wird, sondern als Screening bei Patienten mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit für eine derartige Erkrankung (z.B. zur Entdeckung eines Lungenkrebs bei langjährigen Rauchern) verwendet wird. Auch zu einer Verlaufskontrolle bei einer bekannten Diagnose eignet sich ggf. die Niedrigdosis-Computertomographie. Im Vergleich zu einer Standard-CT der Lungen lässt sich die Dosis auf bis zu 1/10 reduzieren.
Die Röntgen - Mammographie ist die Untersuchung der Wahl für das Aufsuchen von Kalk, besonders von sogenanntem Mikrokalk als Tumorerkennungszeichen. Wenn keine starke Verhärtung des Drüsengewebes (Mastopathie) vorliegt, kann die Mammographie auch sehr gut Tumoren des Brustdrüsengewebes direkt zeigen. Je dichter aber das Drüsengewebe wird, desto unzuverlässiger wird die Mammographie. Die Kernspintomographie wird von dem dichten Drüsengewebe erheblich weniger gestört. Sie zeigt vor allem einen ganz anderen Aspekt als die Mammographie. Während diese zeigen kann, ob ein Knoten dichter ist, als das normale Gewebe, was ein Hinweis auf Bösartigkeit ist, kann die Kernspintomographie zeigen, wie ein Knoten Kontrastmittel aufnimmt und damit wertvolle Informationen über die Bösartigkeit oder Gutartigkeit eines Knotens geben. Beide Methoden (Mammographie und Kernspintographie MRT) erlauben die Konturenbeurteilung eines Knotens, was ebenfalls Rückschlüsse auf die Gut- oder Bösartigkeit zulässt. 100 %ige Sicherheit kann keine der Methoden bringen, aber alle Methoden zusammen bringen das höchstmögliche Maß an Sicherheit.
Um eine optimale Abbildung der Brust mit möglichst wenig Strahlenbelastung zu erreichen, wird die Brust im Röntgengerät etwas flachgedrückt (komprimiert). Dieses kann als unangenehm empfunden werden. Am besten sollte die Untersuchung unmittelbar nach der Monatsregel durchgeführt werden, da die Brust zu diesem Zeitpunkt am unempfindlichsten ist. Verletzungen der Brust können so nicht entstehen.
Die Untersuchung der Brust wird empfohlen, wenn die Frau einen Knoten oder eine Verhärtung ertastet hat. Ebenso bei Schmerzen, ungewöhnlichen Hautveränderungen, Ausfluss aus der Brustwarze oder vergrößerte Lymphknoten in der Achselhöhle. Auch wenn ein erhöhtes Brustkrebsrisiko, z.B. durch eine andere schon bestehende Krebserkrankung oder durch familiäre Vorbelastung besteht, sollte über eine Diagnostik nachgedacht werden. In diesen Fällen sollte die Frau mit ihrem Arzt besprechen, ab wann und wie oft eine Mammographie durchgeführt werden soll. Da das Brustkrebsrisiko mit zunehmendem Alter zunimmt, empfehlen viele Mediziner auch gesunden Frauen die Mammographie als Vorsorge-Maßnahme. Für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren wird derzeit bundesweit eine kostenlose Brustkrebsfrüherkennung (Mammographie-Screening) eingeführt, bei der sie alle zwei Jahre zu einer Mammographie eingeladen werden. Viele Mediziner sind der Meinung, dass die Altersgrenze von 50 Jahren zu hoch ist und auch schon jüngere gesunde Frauen regelmäßig zur Mammographie gehen sollten.
Die Mammographie wird – unabhängig vom Lebensalter – immer dann von der gesetzlichen Krankenversicherung bezahlt, wenn ein unklarer Tastbefund der Brust vorliegt. Sie erhalten dann vom behandelnden Arzt (Gynäkologe, Hausarzt, ...) eine Überweisung zur Mammographie. Frauen zwischen 50 und 69 Jahren werden ab 2007 im Rahmen des Mammographie-Screenings zu einer für sie kostenlosen Mammographie eingeladen.
Die wichtigste Frage für eine Frau vor der Mammographie lautet: „Wo finde ich einen guten Arzt?" Da es bis heute kein verlässliches Gütesiegel für die Qualität der entsprechenden Einrichtungen gibt, muss die Frau sich die erforderlichen Informationen selbst beschaffen. Wichtige Ansprechpartner sind hierfür der Gynäkologe oder der Hausarzt. Folgende Fragen sollten Sie dem zuweisenden Arzt bzw. dem Radiologen stellen:
  • Wieviele Mammographien werden in der Praxis jährlich durchgeführt?
  • Werden die Mammographien in der Praxis noch durch einen anderen Radiologen befundet (Doppelbefundung)?
  • Hat sich der Arzt auf Mammographie spezialisiert und besucht regelmäßig entsprechende Fortbildungsveranstaltungen?
  • Ist das Mammographiegerät nicht zu alt?
Das Mammographie-Screening für Frauen von 50-69 Jahren findet in eigens dafür ausgewählten, zertifizierten Praxen statt, die technisch und personell hohen Qualitätsanforderungen genügen müssen. Ihre wohnortnahe Mammographie-Einheit finden Sie hier (Mammographie-Screening in Ihrer Region)
Die Aussagesicherheit von mammographischen Aufnahmen hängt sehr stark von der Beschaffenheit, dem Aufbau und der Gewebedichte der Brust ab. Daneben spielen die Erfahrung und das Können des befundenden Arztes eine große Rolle. 10 bis 20 % der bösartigen Tumore werden nicht erkannt. Außerdem gibt es knapp 10 % Befunde, die sich in der folgenden Abklärungsdiagnostik als falsch-bösartig erweisen.
Natürlich kann man Krebs nie mit letzter Sicherheit ausschließen. Ob man sich auf gutartige Befunde verlassen kann, hängt davon ab, welche Untersuchungen gemacht wurden und vor allem von wem. Auf die Kombination von ärztlicher Untersuchung, Mammographie und Sonographie kann man sich gut verlassen, wenn alle drei Befunde unauffällig sind.
Für die Routine Mammographie gilt ab dem 50. Lebensjahr alle 2 Jahre. Die Selbstuntersuchung sollte, unabhängig vom Alter, alle 2 Monate, nach der Periode durchgeführt werden. Die ärztliche Untersuchung mit Sonographie ist etwa jährlich zu empfehlen.
Es handelt sich bei BI-RADS (Breast-Imaging-Reporting-and-Data-System) um eine subjektive Einstufung des mammogaphischen Befundes in 6 bewertende Kategorien. Durch die Kategorisierung wird durch den Untersucher einerseits eine Abschätzung des Karzinomrisikos vorgenommen, andererseits leitet sich aus ihr das weitere Procedere ab. Die Systematik unterscheidet zwischen Herdbefunden, Verkalkungen, Architekturstörungen und speziellen Befunden wie z.B. Asymmetrie des Drüsengewebes oder Lymphknoten in der Brust. Im Folgenden werden die BI-RADS Kategorien streng verkürzt dargestellt:
  • Kategorie 0: Unvollständige Diagnostik;
  • Kategorie 1: Kein krankhafter Befund;
  • Kategorie 2: Sicher benigner Befund (benigne = nicht bösartig);
  • Kategorie 3: Wahrscheinlich benigner Befund, Kontrollen erforderlich;
  • Kategorie 4: Unklarer wahrscheinlich maligner Befund (maligne = bösartig)
Bei einer Untersuchung der weiblichen Brust mit Röntgenstrahlung, der sogenannten Mammographie, ist ein Zusammenhang zwischen der Entstehung von Brustkrebs und der Mammographie bisher nicht nachgewiesen worden. Wie bei jeder Strahlung besteht aber auch bei der Mammographie ein theoretisches Risiko. Demgegenüber steht allerdings eine deutlich verbesserte Heilungschance bei der frühzeitigen Erkennung eines Brustkrebs. Diese Nutzen-Risiko Abwägung ist bei Ihrer Überweisung schon durchgeführt worden und wird durch den fachkundigen Radiologen durch die Stellung der rechtfertigenden Indikation überprüft. Laut den Leitlinien der Brustkrebs Früherkennung Deutschland empfiehlt man die Durchführung einer mammographischen Untersuchung ohne Vorliegen von Symptomen:
  • auf jeden Fall zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr, da für diese Altersgruppe der größte Benefit  (Nutzen-Risiko Abwägung) beschrieben wird,
  • in 2 Ebenen in Kombination mit einer ärztlich-klinischen Untersuchung,
  • in Untersuchungsintervallen von längstens 24 Monaten
  • unter Sicherung der technischen und der Befundungsqualität.
Studien aus 2003 zeigen, dass eine Wirksamkeit der Früherkennungsmammographie für Frauen zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr, neuerdings auch zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr,  aber auch nach dem 70. Lebensjahr anzunehmen ist. Der technischen Qualitätssicherung werden die Europäischen Leitlinien zugrunde gelegt. Die Wirkungen körpereigener und zugeführter Hormone sind bei Durchführung und Befundung diagnostischer Maßnahmen zu berücksichtigen. Selbstverständlich wird bei einem unklaren Tastbefund, Beschwerden oder einer familiären Vorgeschichte für Brustkrebs individuell entschieden - man kann dann von dieser Regel abweichen.
In der Nuklearmedizin werden keine Kontrastmittel verabreicht. Es handelt sich hier um radioaktive Substanzen (Tracer), welche sich in bestimmten Organen anreichern und somit eine Aussage über die Funktion eines Organs erlauben.
Die Untersuchungen haben eine unterschiedliche Dauer. Es gibt Untersuchungen wie z.B. die Schilddrüsenszintigraphie, die in der Regel nach 30-40 min beendet ist, einschließlich Ultraschalluntersuchung, Blutabnahme und Szintigraphie. Andere Untersuchungen dagegen, wie z.B. die Herzuntersuchung, ziehen sich über 2 Tage hin, wobei Sie an jedem Tag mit einer Untersuchungsdauer von bis zu 2 Stunden einplanen müssen.
Nuklearmedizinische Untersuchungen dürfen in der Schwangerschaft nicht durchgeführt werden. Wenn Sie stillen, wäre ggf. eine kurze Unterbrechung des Stillens notwendig.

Der Name Gammastrahlen (y-Strahlen) stammt von der Einteilung der ionisierenden Strahlen aus radioaktivem Zerfall. Während Alpha- und Beta-Teilchen elektrisch geladene Partikel darstellen, handelt es sich bei Gamma-Quanten um elektromagnetische Strahlung. Gammastrahlung entsteht als Folge radioaktiver Kernumwandlungen oder bei der Vernichtungsstrahlung (siehe PET und PET/CT).

Schild­drü­sen­krank­hei­ten sind lei­der sehr häu­fig. Ne­ben der Schild­drü­sen­ver­grö­ße­rung durch Jod­man­gel (Kropf) spie­len Schild­drü­sen­funk­ti­ons­stö­run­gen (Über- und Un­ter­funk­ti­on) eine we­sent­li­che Rol­le. Der rich­ti­ge An­sprech­part­ner um alle Fra­gen rund um die Schild­drü­se ist der Nu­kle­ar­me­di­zi­ner, der mit ver­schie­de­nen Me­tho­den die Un­ter­su­chung der Schild­drü­se und bei Be­darf auch die Be­hand­lung durch­führt.
Die ge­sun­de Schild­drü­se ist ein klei­nes, schmet­ter­lings­för­mi­ges Or­gan, das wie ein Schild vor der Luft­röh­re un­ter­halb des Kehl­kop­fes liegt. Im Nor­mal­fall ist sie nicht sicht­bar und nicht tast­bar. Die Auf­ga­be der Schild­drü­se ist es, aus Jod und an­de­ren Sub­stan­zen (u.a. der Ami­no­säu­re Ty­ro­sin) so­ge­nann­te Schild­drü­sen­hor­mo­ne her­zu­stel­len, zu spei­chern und über das Blut in be­darfs­ge­rech­ter Men­ge an den Kör­per ab­zu­ge­ben. Die Ab­ga­be von Schild­drü­sen­hor­mo­nen an das Blut un­ter­liegt im Nor­mal­fall ei­ner stren­gen Kon­trol­le durch be­stimm­te Ge­hirn­be­rei­che (Hirn­an­hangs­drü­se und Hy­po­tha­la­mus). Eine Über- oder Un­ter­funk­ti­on der Schild­drü­se kann gra­vie­ren­de Ein­flüs­se auf den Kör­per­stoff­wech­sel ha­ben.

Ty­pi­sche Sym­pto­me, die für eine Über­funk­ti­on der Schild­drü­se spre­chen, sind: Ner­vo­si­tät, ver­mehr­tes Schwit­zen, Schlaf­lo­sig­keit, Ge­wichts­ab­nah­me und Haar­aus­fall.

Ty­pi­sche Sym­pto­me für eine Un­ter­funk­ti­on der Schild­drü­se sind z.B.: Ten­denz zur Ge­wichts­zu­nah­me, ver­mehr­te Ab­ge­schla­gen­heit und stän­di­ge Mü­dig­keit, Käl­te­emp­find­lich­keit und tro­cke­ne Haut.

Bei der Untersuchung in der Schilddrüsenambulanz kommen verschiedene Methoden zum Einsatz:

Ultraschall 
Mit Hil­fe ei­ner Ul­tra­schall­un­ter­su­chung wer­den Aus­se­hen und Grö­ße der Schild­drü­se be­ur­teilt und ver­mes­sen. Kno­ten oder Zys­ten (=mit Flüs­sig­keit ge­füll­te Hohl­räu­me) kön­nen er­kannt, be­ur­teilt und ver­mes­sen wer­den.

Schilddrüsenszintigraphie

Mit der Schilddrüsenszintigraphie werden Funktionsaufnahmen der Schilddrüse erstellt. Hierbei macht man sich das Prinzip zunutze, dass Zellen mit hoher Stoffwechselaktivität größere Mengen einer radioaktiven Substanz aufnehmen als Zellen mit geringerer Aktivität. In diesen hoch aktiven Bereichen wird dann verhältnismäßig mehr Strahlung freigesetzt als in anderen Bereichen. Mit einer Gamma-Kamera könnten diese radioaktiven Zerfälle pro Ort und Zeiteinheit gemessen und mit Hilfe eines Computers visualisiert werden. Auf nuklearmedizinischen Bildern wird die Stoffwechselaktivität in unterschiedlichen Farben dargestellt. Zonen hoher Aktivität wie beispielsweise autonome Adenome sind gelb bis rot. Zysten sind Zonen geringer Aktivität und stellen sich blau bis schwarz dar. So können im Ultraschall gefundene Knoten genauer bestimmt werden.

Ne­ben die­sen bei­den bild­ge­ben­den Un­ter­su­chungs­ver­fah­ren wer­den die so ge­nann­ten Schild­drü­sen­wer­te (un­ter an­de­ren FT3, FT4 und TSH) im Blut be­stimmt. Durch die­ses Vor­ge­hen kön­nen Schild­drü­sen­ver­grö­ße­run­gen und Schild­drü­sen­funk­ti­ons­stö­run­gen (Über- und Un­ter­funk­ti­on) zu­ver­läs­sig er­kannt wer­den.

Nach Über­prü­fen der Schild­drü­sen­grö­ße und Schild­drü­sen­funk­ti­on wird dann, falls nö­tig, vom Nu­kle­ar­me­di­zi­ner ein in­di­vi­du­el­ler The­ra­pie­vor­schlag für Sie aus­ge­ar­bei­tet, mit Ih­nen be­spro­chen und Ih­rem Haus­arzt zu­ge­sandt.

Zur Schilddrüsenfunktionsdiagnostik gehören neben einer ausführlichen Größen- und Strukturbeschreibung aus der Ultraschalldiagnostik und ggf. der weiterführenden Untersuchung mit einer Schilddrüsenszintigraphie weitere Diagnosemethoden.

Vorbereitung und Ablauf der Schilddrüsenszintigraphie
Für eine Schilddrüsenszintigraphie müssen Sie nicht nüchtern kommen. Halten Sie am Untersuchungstag eine möglichst vollständige Liste Ihrer üblichen Medikamente bereit oder nehmen Sie sich die Schachteln oder Beipackzettel mit. Diese Informationen sind für den Nuklearmediziner sehr wichtig. Außerdem ist es hilfreich, Kleidung zu tragen, die den einfachen Zugang zur Halsregion ermöglicht, z.B. keine Rollkragenpullover anziehen. Auch Ketten oder lange Ohrringe können das Ergebnis verfälschen und müssen vor der Untersuchung abgenommen werden.
Etwa 15 bis 20 Minuten vor der Untersuchung erhalten Sie das Radiopharmakon durch Einspritzung in die Armvene. Es handelt sich um reines Tc-99m-Pertechnetat. Die Schilddrüse nimmt diesen radioaktiven Stoff auf, weil er dem Jodmolekül ähnelt. Im Gegensatz zum Jod kann die Schilddrüse daraus aber keine Schilddrüsenhormone erzeugen. Das ist der Grund, warum die Radioaktivität in der Schilddrüse verbleibt und nicht, im Rahmen der normalen Hormonaktivität, mit dem Blut abtransportiert wird.

Details zu Schilddrüsenerkrankungen
Schild­drü­sen­krank­hei­ten sind trotz der Ver­wen­dung von Jod­salz in der Nah­rungs­mit­tel­her­stel­lung noch im­mer sehr häu­fig. Etwa je­der zwei­te Deut­sche hat eine ver­grö­ßer­te Schild­drü­se. Dies kann ver­schie­de­ne Ur­sa­chen ha­ben:

Schilddrüsenkrankheiten durch Jodmangel
Die wich­tigs­te und häu­figs­te Ur­sa­che für Schild­drü­sen­er­kran­kun­gen liegt in dem im­mer noch un­zu­rei­chen­den Jod­ge­halt in der Nah­rung. Die zu ge­rin­ge Jod­zu­fuhr über die Nah­rung führt dazu, dass sich die Schild­drü­se in ei­ner Art Aus­gleichs­me­cha­nis­mus ver­grö­ßert, in der Hoff­nung, mehr Jod auf­neh­men zu kön­nen. Über Jah­re ge­se­hen führt die­ser An­pas­sungs­me­cha­nis­mus auch zu Kno­ten­bil­dun­gen, zu Bil­dung von Kal­k­ein­la­ge­run­gen so­wie zur Ent­ste­hung von au­to­no­men Area­len, d.h. Schild­drü­sen­an­tei­le, die in ih­rer Hor­mon­pro­duk­ti­on der Steue­rung durch die Hirn­an­hangs­drü­se nicht mehr ge­hor­chen.

Schild­drü­sen­krank­hei­ten, die nicht durch Jod­man­gel ver­ur­sacht sind: Au­to­im­mun­er­kran­kun­gen, Ent­zün­dun­gen, Krebs­er­kran­kun­gen so­wie an­de­re, sel­te­ne Er­kran­kun­gen.

Schild­drü­sen­er­kran­kun­gen und Schild­drü­sen­funk­ti­on: Im Rah­men der ver­schie­de­nen Schild­drü­sen­er­kran­kun­gen liegt häu­fig eine (noch) nor­ma­le Schild­drü­sen­funk­ti­on vor. Eine Schild­drü­sen­über­funk­ti­on fin­det man nicht sel­ten bei sog. Au­to­no­mie (über­funk­tio­nie­ren­der Kno­ten oder Über­funk­ti­on des ge­sam­ten Schild­drü­sen­ge­we­bes) oder bei der Ba­se­dow-Er­kran­kung (eine Au­to­im­mun­er­kran­kung).
Eine Schild­drü­sen­un­ter­funk­ti­on ist beim Er­wach­se­nen meist Fol­ge ei­ner chro­ni­schen Schild­drü­sen­ent­zün­dung.
Be­schwer­den, die durch Schild­drü­sen­krank­hei­ten be­dingt sein kön­nen, kön­nen na­tür­lich auch im Rah­men an­de­rer Er­kran­kun­gen auf­tre­ten; eine ärzt­li­che Un­ter­su­chung mit Be­stim­mung ent­spre­chen­der La­bor­wer­te ist zur Dia­gno­se­stel­lung vor ei­ner wei­te­ren Be­hand­lung er­for­der­lich.
An­zu­mer­ken ist, dass Schild­drü­sen­er­kran­kun­gen je­doch nicht zwin­gend mit Be­schwer­den ver­bun­den sein müs­sen. Eine – zu­nächst ge­ring – ver­grö­ßer­te Schild­drü­se (Struma, Kropf) muss nicht in je­dem Fall zu Druck­ge­fühl oder En­ge­ge­fühl am Hals füh­ren. Auch eine – be­gin­nen­de – Kno­ten­bil­dung der Schild­drü­se macht häu­fig zu­nächst kei­ne Be­schwer­den und ist so für den Lai­en nicht er­kenn­bar. Für die Schild­drü­sen­un­ter­funk­ti­on ist häu­fig ein lang an­hal­ten­der und schlei­chen­der Ver­lauf kenn­zeich­nend, der an­fangs nur ge­rin­ge Be­schwer­den ver­ur­sacht und da­mit häu­fig lei­der spät er­kannt wird.

Soll­ten Sie also bei sich An­zei­chen für eine Un­ter- oder Über­funk­ti­on oder auch eine Ver­grö­ße­rung der Schild­drü­se (im Volks­mund Kropf ge­nannt) fest­stel­len, ver­ein­ba­ren Sie ei­nen Ter­min bei ei­nem Nu­kle­ar­me­di­zi­ner.

Die Kosten für PET bzw. PET-CT-Untersuchungen werden nur bei bestimmten ausgewählten Indikationen von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Die Indikationsliste wurde in den letzten Jahren sukzessive erweitert. Daher ist gesetzlich versicherte Patienten zu empfehlen, sich vor einer PET-Untersuchung bei ihrer Krankenkasse zu erkundigen. Privat versicherten Patienten wird empfohlen, vor der Untersuchung bei ihrer Krankenkasse nach zu fragen.
Es gibt in Deutschland fast 70 PET Einrichtungen (Quelle: Zeitschrift Nuklearmedizin, 3/2003). So finden Sie beispielsweise in der Radiologischen Gemeinschaftspraxis in Ludwigshafen (Mitglied des Radiologienetzes Rhein-Neckar-Pfalz) einen Positronen-Emissions-Tomographen. Bisher wurden 15 kombinierte PET/CT in Deutschland installiert (Deutsches Ärzteblatt, 2/2006). Seit Januar 2006 betreiben Praxen der Curagita-Gruppe in Kooperation ein PET/CT-Gerät an der Klinik Löwenstein in Baden-Württemberg.
Die Strahlenbelastung durch PET liegt bei 5-10 mSv und entspricht damit der zwei- bis dreifachen Strahlenexposition der natürlichen jährlichen Strahlenbelastung. In Kombination mit dem CT erhöht sich die Strahlenbelastung um die CT-Komponente, die z.B. bei einem CT-Thorax bei 8 mSv oder bei einem CT-Abdomen/Becken bei 10 mSv liegt. Je nach Indikation lässt sich die Strahlenexposition der CT Komponente bei modernen CT-Geräten noch verringern. Sie bieten durch bestimmte technischer Neuerungen Möglichkeiten die Dosis auf nur noch 2-4 mSv zu verringern.
Bei Positronenstrahlung handelt es sich nicht um Gammastrahlung, sondern um Teilchenstrahlung. Das Positron entstannt aus dem radioaktiven Zerfall eines Nuklids zum Beispiel aus Fluor 18 (F18). Es ist im Prinzip ein elektrisch positiv geladenes Teilchen, mit der Masse eines Elektrons. Da es genauso groß und schwer ist wie das Elektron, aber die entgegengesetzte Ladung aufweist, wird es auch Antiteilchen genannt. Im Positronenemissions-Tomographen werden die Positronen allerdings nur indirekt nachgewiesen, über ihre Wechselwirkungen mit anderen Teilchen. Sobald ein Positron auf ein Elektron trifft, zerstrahlen beide Teilchen unter Aussendung von sogenannter Vernichtungsstrahlung. Vom Ort des Geschehens fliegen zwei Gammastrahlen mit gleicher Energie weg, die Teilchen existieren danach nicht mehr. Diese Gammastrahlen fliegen genau entgegengesetzt auseinander. Dieses Wissen macht man sich zunutze.
Die Digitaltechnik hat gegenüber der analogen Technik einige Vorteile:
  • Fehlbelichtungen und dadurch bedingte Wiederholungen der Röntgenaufnahme sind durch Nachbearbeitung mittels Computer weitgehend vermeidbar.
  • Reduktion der Strahlenbelastung durch erhöhte Empfindlichkeit des Empfängers.
  • Es ist keine Dunkelkammer mehr erforderlich, und es wird keine Entwicklungsmaschine mehr benötigt.
  • Es ist keine Chemie mehr anzusetzen oder zu entsorgen (Umweltbelastung).
  • Es werden keine unterschiedlichen Filme oder Folien mehr benötigt.
  • Geringere Strahlendosen, durch vermiedene Wiederholungen, schonen die Gesundheit des Patienten
  • Die Aufnahmen werden viel einfacher und schneller wieder gefunden. Das Filmarchiv schrumpft von einigen hundert Quadratmeter, auf einen Quadratmeter zusammen.
  • Nutzung aller Vorteile der digitalen Bildverarbeitung, wie digitale Vergrößerungen bestimmter Bildbereich oder sogar Dichtemessungen von diagnostisch interessanten Arealen.
  • Letztlich erwirkt die Praxis dadurch auch Kosteneinsparungen
Die Röntgenaufnahme ist wie ein gewöhnliches Foto ein zweidimensionales Bild. Um eine krankhaft Veränderung besser zu erkennen und im dreidimensionalen Raum zu lokalisieren, werden Aufnahmen in unterschiedlichen Ebenen durchgeführt (üblicherweise 2 Ebenen, z.B. bei Aufnahmen von Knochen oder der Lunge).
Ein Gonadenschutz ist eine Abschirmung der Keimdrüsen während einer Röntgenaufnahme. Beim Mann wird eine Hodenkapsel verwendet (eine schalenartige Vorrichtung, welche um den Hoden gelegt wird), bei der Frau eine Metallschürze, welche je nach Aufnahme auf den Bauch oder Rücken in Höhe der Eierstöcke gelegt oder gehalten wird). Diese Schutzvorrichtungen bestehen aus 1 mm dicken Bleischichten, welche die Strahlung in sehr hohem Maße zurückhalten.
Wenn sie im konventionellen Röntgen keinen Bleischutz getragen haben oder dieser Bleischutz verrutscht ist, müssen sich zunächst keine Gedanken um eine Schädigung machen.
Für die auf der Haut durchgeführten üblichen Tuberkulosetests gilt: Eine positive Reaktion (roter, erhabener Punkt an der Teststelle) besagt nicht automatisch, dass Sie an Tuberkulose erkrankt sind, sondern kann auch durch eine vorangegangene Impfung gegen Tuberkulose hervorgerufen werden. In Einzelfällen gibt es auch eine positive Reaktion ohne Erkrankung und Impfung (man spricht dann von einem falsch positiven Ergebnis des Tests). Deshalb gilt: Einem positiven Test muss, um Sie und andere Menschen Ihrer Umgebung zu schützen, nachgegangen werden. Es gilt zu klären, ob der Test auch in der Vergangenheit positiv gewesen ist. Sind sie geimpft und war der Test schon früher positiv, sollte nur bei konkretem Verdacht auf eine Ansteckung eine Aufnahme der Lunge durchgeführt werden. Eine solche Ansteckung kann auch bei geimpften Personen erfolgen. Die Lungenaufnahme ist erheblich genauer als der Hauttest und kann Zeichen einer Tuberkulose mit größerer Empfindlichkeit nachweisen. Ist ein Test überraschend positiv, sollte auf jeden Fall eine Röntgenaufnahme durchgeführt und gegebenenfalls weitere Untersuchungen angeschlossen werden.
Der Bucky Tisch mit Wandstativ gehört zu den häufigsten Röntgeneinrichtungen. Hier werden entweder beim liegenden Patienten (Bucky Tisch) Röntgenaufnahmen durchgeführt, oder stehend am Raster-Wandstativ im Besonderen Ruhm gewann Bucky durch seine Erfindung der Bucky-Blende, ein Streustrahlenraster, welches unerwünschte Nebenstrahlung ausfiltert und die Abbildungsschärfe des Röntgenbildes erheblich erhöht. 1913 berichtete auf dem Berliner Kongress der Deutschen Röntgensellschaft über seine Ergebnisse, allerdings ohne nennenswertes Echo. 1915 ließ er seine Erfindung in den USA patentieren. Dort wurde sie aufgegriffen, in die Praxis umgesetzt und von Hollis Elmer Potter weiterentwickelt.
Röntgenaufnahmen sollten nur durchgeführt werden, wenn sie zu diagnostischen Aussagen führen, die auch Folgen für die Art der Behandlung haben. Darüber hinaus ist stets zu überlegen, ob mit alternativen Untersuchungen (z.B. Sonographie, Endoskopie, Magnetresonanztomographie) nicht gleichwertige diagnostische Informationen gewonnen werden können. Grundsätzlich muss aber gesagt werden, dass die Röntgenaufnahme ein exzellentes medizinisches Werkzeug mit einem sehr hohen Informationsgehalt der Bilder darstellt. In vielen Untersuchungen ist die Aussagekraft höher als mit anderen Techniken, zudem ist die Röntgenaufnahme ein vergleichsweise kostengünstiges Verfahren.
Nein, nicht wesentlich. Kontrastmittel für Röntgen- oder CT-Untersuchungen enthalten einen hohen Iod-Anteil, sind im Bild sehr hell dargestellt und helfen bestimmte Strukturen besser abzugrenzen. Auf die Strahlenbelastung haben sie im Gegensatz zu den radioaktiven Substanzen, welche in der Nuklearmedizin verwendet werden, keinen nennenswerten Einfluss auf die Strahlenbelastung.

Der Strahlenschutz legt für Schwangere besonders niedrige Grenzwerte vor, da die Zellen des Embryos besonders strahlenempfindlich sind und sich viel schneller teilen als während des späteren Wachstums des Kindes. Deshalb gilt der Grundsatz, Schwangere nicht zu röntgen, es sei denn es liegen lebensbedrohliche Situationen vor. Deshalb werden Sie vor einer Röntgenaufnahme auch nach einem eventuellen Vorliegen einer Schwangerschaft befragt. Ist eine Aufnahme erfolgt, gelten im Prinzip die gleichen Grundsätze wie für die Einschätzung des Risikos bei nicht Schwangeren: Welche Aufnahme wurde durchgeführt, welcher Körperbereich wurde geröntgt? Zusätzlich muss berücksichtigt werden, wann die Aufnahme erfolgt ist. Das Risiko von Schäden ist während der Anlage der kindlichen Organe (Tag 10 bis 42) und in der frühen Fetalperiode am höchsten und nimmt mit zunehmender Schwangerschaftsdauer ab. Bei einer einmaligen Aufnahme müssen Sie das Kind sicher nicht verlieren. Selbst in der Röntgenverordnung wird erlaubt, das Schwangere im Kontrollbereich einer Röntgeneinrichtung arbeiten dürfen, wenn eine Gesamt Dosis von 1 mSv während der Schwangerschaft nicht überschritten wird. Es muss aber unterstrichen werden, dass Strahlung während der Schwangerschaft vermieden werden sollte, um Missbildungen oder bösartige Neubildungen des Kindes zu vermeiden. Kann das Vorliegen einer Schwangerschaft nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden, muss mit der Aufnahme gewartet werden, bis ein sicheres Ergebnis eines Tests vorliegt. Aus älteren Studien ist bekannt, dass eine Dosis über 10 mSv für den Fötus im Uterus zu einem erkennbaren Anstieg von Krebserkrankungen führt .
Besonders in der fortgeschrittenen Schwangerschaft ist die Magnetresonanztomographie auch zur Vermeidung von Röntgenstrahlen eine sehr geeignete Untersuchungsmethode. In der Frühschwangerschaft bis zum Ende des 3. Monats (1. Trimenon) sollte eine Untersuchung nur nach ausführlichem Vorgespräch mit den behandelnden Ärzten erfolgen. Eine direkt schädigende Wirkung auf das werdende Kind ist bisher nicht bekannt.

Nein, das Röntgen während der Schwangerschaft sollte auf lebensbedrohliche oder akute Notfälle beschränkt bleiben.
Generell gilt, dass die Strahlenbelastung bei älteren Geräten tendenziell höher ist, wobei die absolute Strahlendosis bei ca. 25 Jahre alten Geräten bei Einhaltung entsprechender Wartungsvorgaben nur geringfügig höher ist, als bei modernen Röntgenanlagen. Selbst bei einer technisch veralteten Anlage und bei Annahme von suboptimalen Wartungs- und Strahlenschutzstandards muss bei einmaliger Diagnostik nicht von durch diese Aufnahme verursachten Strahlenschäden ausgegangen werden.
Es gibt keinen Unterschied, die Begriffe sind Synonyme.
"Ultra" heißt jenseits, und Ultraschall bezeichnet Schallwellen, deren Frequenz weit jenseits bzw. oberhalb, der Hörschwelle liegt, die also vom menschlichen Ohr nicht wahrgenommen werden. Die obere Grenze für gerade noch wahrnehmbare hochfrequente Töne oder Geräusche ist individuell verschieden und beträgt ca. 16 kiloHertz (kHz).
Flüssigkeitsgefüllte Körperhohlräume kann der Ultraschall vollständig und ungehindert passieren. Dies stellt sich auf dem Ultraschallbild schwarz dar. Knochen dagegen lassen überhaupt keinen Schall durch und reflektieren ihn vollständig. Auf dem Bild erscheinen Knochen daher als weiße Anteile, und dahinter sieht man nichts mehr, weil der Schall komplett zurückgeworfen wird. Die in ihrer Dichte dazwischen liegenden sonstigen Gewebe stellen sich bei Standardgeräten in unterschiedlichen Graustufen dar. So lassen sich auf dem Ultraschallbild Gewebe unterschiedlicher Schalldichte voneinander abgrenzen. Weil ein ausgebildeter Untersucher gelernt hat, wie Organe und Gewebe normalerweise im Ultraschallbild aussehen, kann er auch die Abweichungen erkennen.