A B C D E F G H I J K L
M N O P Q R S T U V W X Z

 V wie Vertrauen in Ihren Radiologen: Den Arzt des Vertrauens zu finden, ist nicht immer leicht. Als medizinische Laien können Patienten die Qualität ihres Radiologen nur bedingt beurteilen und müssen sich entsprechend vertrauensvoll in die Hände von Ärzten begeben, die sie vorher gar nicht kannten. Welche Kriterien sollten Patienten anlegen bei der Auswahl des für sie richtigen Radiologen? Auswahl des Radiologen.

 Verdienst des Radiologen: Gerne veröffentlichen Medien Verdiensttabellen von Medizinern, in denen die Fachgruppe der Radiologen meist zu den Spitzenreitern gehört. Das ist irreführend, weil vom Verdienst im Vergleich zu anderen Arztgruppen deutlich höhere Schulden getilgt, Zinsen gezahlt und Versicherungen bedient werden müssen. Was viele nicht wissen: Die erzielten Erträge fließen zu einem Großteil wieder in die radiologischen Praxen zurück. Die immer kürzeren Innovationszyklen in der Medizintechnik verlangen kontinuierliche Ersatzinvestitionen in die radiologische Hightech. So investiert ein Radiologe beispielsweise ca. 1,5 Mio. € bei der Anschaffung eines Kernspintomographen. Gleichzeitig erhält er durchschnittlich nur 130 € je MRT- und nur 20 € je Röntgen-Untersuchung. Das ist weniger als mancher Handwerker bei gleicher Arbeitszeit und geringerer Investition verdient. Die Untersuchungen für Kassenpatienten sind schon lange defizitär. Gleichzeitig treiben Inflation, Innovation und Bürokratieanforderungen die Kosten stetig nach oben.

 Verfahren, bildgebende: Bezeichnung für apparative Untersuchungsverfahren, mit deren Hilfe Strukturen des menschlichen Organismus dargestellt werden können u. die v. a. in der Diagnostik krankheitsbedingter morphologischer Veränderungen angewendet werden; z. B. Ultraschall- u. Röntgendiagnostik, Thermographie, Xerographie, Szintigraphie, PET, CT, MRT.

 Vergütung: Die Vergütung der Leistungen niedergelassener Ärzte ergibt sich bei gesetzlich versicherten Patienten aus der Leistungsbewertung der Gebührenordnung (EBM = Einheitlicher Bewertungsmaßstab) und dem jährlich neu festzulegenden einheitlichen Orientierungspunktwert. Dabei ergibt sich das Honorarvolumen, das der Radiologe im Quartal maximal erzielen kann, aus der Zahl der abgerechneten Fälle im Vorjahr und dem durchschnittlichen Fallwert seiner Arztgruppe. Hat der Radiologe mehr Zulauf als im Vorjahr, erhält er für diese zusätzlichen Leistungen nur eine Vergütung von ca. 10 % des normalen Honorars. Eine Zunahme der Untersuchungen bei allen Radiologen führt auf Grund der Begrenzung des Honorars nicht zu Mehrvergütung, sondern zu einem Absinken des Fallwerts. Für eine Fachgruppe mit besonders hohen Investitionen (Großgeräte) und hohem Personaleinsatz ist dieses Verfahren nicht unproblematisch! Eine Veränderung hin zu mehr Berechenbarkeit ist deshalb eine dringende Forderung der niedergelassenen Radiologen.

 Vertrauen in Ihren Radiologen: V wie Vertrauen in Ihren Radiologen.

 Virtuelle Koloskopie: (nicht-invasive) Untersuchung des Colons (Dickdarms) mit dem Computertomographen (CT) zur Früherkennung von Dickdarmkrebs.

 Virtuelle Techniken: Hierunter versteht man den Einsatz von Computern zur Simulation der Darstellung vom Inneren des Menschen und von Eingriffen in den menschlichen Körper. Die rasante Entwicklung in der Medizintechnik ermöglicht immer präzisere Blicke ins Innere des Menschen. Durch Image Fusion werden Bilder aus verschiedenen Modalitäten übereinander gelegt. Computer errechnen aus den gemessenen Daten die Bilder aus dem Körperinneren. Kleinste Strukturen können hoch aufgelöst und in kurzer Zeit in 3-D-Rekonstruktionen sichtbar gemacht werden. In vielen Fällen kann heute schon ganz auf risikoreiche, invasive Eingriffe und Verfahren (z. B. Herzkatheter oder Gewebeentnahme) in den Körper verzichtet werden. Beispiele für virtuelle Techniken in der Radiologie sind die virtuelle Koloskopie, die virtuelle Bronchoskopie, die MR-Angiographie oder auch die MR-Spektroskopie der Prostata.

 Vorsorge: (Prophylaxe oder auch Prävention P wie Prävention) Maßnahmen zur Vorbeugung von Erkrankungen. Ein klassisches Fachgebiet der Medizin, welches sich fast ausschließlich mit Vorsorge und Vermeiden von Erkrankungen befasst, ist z. B. die Arbeitsmedizin.