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 P wie Prävention: Die Haupttodesursachen in den westlichen Industrienationen sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Fortschritte in der Radiologie ermöglichen heute die Früherkennung in einem solchen Maße, dass Krankheiten erkannt werden können, lange bevor sie sich beim Patienten überhaupt bemerkbar machen. Eine präzise Früherkennung bedeutet eine kürzere und weniger belastende Behandlung sowie bessere Heilungschancen für Patienten. Zudem werden Gesundheitskosten gesenkt, weil Folgekosten von Krankheiten reduziert werden können.

 Paarbildung: Ein energiereiches Photon von mehr als 1,03 MeV wird unter Einfluss eines elektromagnetischen Energiebereiches in ein Elektron und ein Positron aufgespalten. Das Positron verbindet sich sofort wieder mit einem beliebigen Elektron. Die daraus resultierende Energie wird in zwei Photonen abgegeben, die mit 180° auseinanderfliegen. Beide Photonen haben eine Energie von mindestens 0,511 MeV. Die PET beruht auf dem Prinzip der Paarbildung.

 PACS: Abk. für Picture Archiving Communication System; es dient zum Archivieren, Steuern und Verteilen elektronischer Daten.

 Pädiatrie: Kinderheilkunde ist die Lehre von den Erkrankungen des kindlichen und jugendlichen Organismus, seinen Entwicklungsstörungen, den Fehlbildungen und ihrer Behandlung. Die Pädiatrie erstreckt sich in ihren Schwerpunkten über alle Fachgebiete der klinischen Medizin, da das Wissen von den Erkrankungen des Erwachsenen nicht ohne weiteres auf Kinder übertragbar ist.

 Patientenaufklärung: Ärztliche Aufklärung ist die Information eines Patienten über eine Erkrankung und geplante Diagnostik oder Therapiemaßnahmen. Sie resultiert aus dem Bild des selbstbestimmten Patienten, der – mit Unterstützung des Arztes – selbst über den Gang seiner Behandlung entscheidet. Sie umfasst die Aufklärung über die Erkrankung und deren drohende Gefahren, über die vorgesehenen diagnostischen und therapeutischen Methoden, deren Nutzen und Risiken sowie mögliche alternative Behandlungswege (Selbstbestimmungsaufklärung). Außerdem enthält sie Informationen über das Verhalten des Patienten, das für seine Gesundheit erforderlich ist (Sicherungsaufklärung).

 Perchlorat: Natriumperchlorat.

 Perfusions-Szintigraphie: Darstellung der Organdurchblutung. Die szintigraphischen Aufnahmen erfolgen während der ersten zwei Minuten nach der Verabreichung des Radiopharmakons. Ausnahme: Lungenperfusions-Szintigraphie.

 Periradikuläre Therapie: Abk. PRT; Rückenschmerztherapie bei anhaltenden Schmerzen mit entzündlichen Prozessen und Bewegungsbeeinträchtigungen (u. a. bei schmerzhafter Arthrose der Wirbelgelenke). Unter computertomographischer Kontrolle können Nervenwurzeln ganz gezielt mit einer Punktionsnadel angesteuert werden. Die zielgenaue Behandlung direkt am Ort des Schmerzgeschehens ermöglicht eine schnelle Wirkung bei geringer Medikamentendosis.

 Personendosis: Ganzkörper-Äquivalentdosis; es ist die an einer repräsentativen Stelle der Körperoberfläche gemessene Dosis ionisierender Strahlen.

 PET: Abk. für Positronen-Emissions-Tomographie: hierbei wird gegenüber anderen nuklearmedizinischen Verfahren eine etwa 100fach höhere Empfindlichkeit und eine erhöhte Ortsauflösung erreicht. Das Prinzip der PET-Untersuchung besteht darin, Koinzidenzen zwischen je zwei genau gegenüberliegenden Detektoren aufzuzeichnen. So können Stoffwechselvorgänge früher und genauer im Körper sichtbar gemacht werden als mit jedem anderen Verfahren. Die Haupteinsatzgebiete der Methode sind daher die Früherkennung, insbesondere bei Krebserkrankungen, und zunehmend die molekulare Bildgebung.

 PET-CT: Hier werden die Positronen-Emissions-Tomographie und die Computertomographie miteinander kombiniert. Anatomische und funktionale Untersuchungen können fast zeitgleich durchgeführt werden. Durch Überlagerung wird ein Fusionsbild erstellt, in dem sich die Informationen aus beiden Verfahren optimal ergänzen. Art und exakte Lokalisation eines Befundes werden so noch präziser und schneller erkannt. Die PET-CT ist eine Weiterentwicklung der PET. Ihr kommt beispielsweise bei der Früherkennung der Alzheimerkrankheit eine führende Rolle zu.

 Phlebographie: Kontrastdarstellung der venösen Blutgefäße. Die Injektion des Kontrastmittels erfolgt meist relativ einfach in eine oberflächliche Hautvene. Die Röntgenuntersuchung der venösen Blutgefäße dient in erster Linie dem Nachweis von Gefäßverschlüssen durch Blutgerinnsel (Thrombosen), der Darstellung von Krampfadern (Varizen) vor einer Operation oder von Engen bzw. Varianten (Anomalien) des venösen Gefäßsystems.

 Platzangst: Klaustrophobie oder auch Raumangst ist eine spezifische (isolierte) Phobie, die sich als Angst vor (und als Konsequenz daraus der Meidung von) geschlossenen oder engen Räumen äußert. Praktische Bedeutung in der Medizin erlangt die Klaustrophobie v. a. bei MRT-Untersuchungen, da der Patient dabei bis zu 30 Minuten in einer engen Röhre liegen und sich ruhig verhalten muss, damit eine ausreichende Bildqualität gewährleistet wird. Der Platzangst der Patienten versucht man durch die Entwicklung von MRT-Geräten zu begegnen, die einen größeren Durchmesser haben oder es ermöglichen, dass nicht untersuchte Körperteile (z. B. Kopf und Hals) sich außerhalb der Röhre befinden. Bei vielen Untersuchungen ist es außerdem möglich, sich durch Musik über Kopfhörer ablenken oder sich Beruhigungsmittel verabreichen zu lassen. Manche Radiologen bieten auch offene MRT-Systeme an, die jedoch eine niedrigere Magnetfeldstärke als die neuesten geschlossenen Systeme aufweisen.

 Polytrauma: Hiermit bezeichnet man in der Medizin mehrere gleichzeitig geschehene Verletzungen verschiedener Körperregionen, wobei mindestens eine Verletzung oder die Kombination mehrerer Verletzungen lebensbedrohlich ist. Ein Trauma ist in der Medizin eine Schädigung, Verletzung oder Wunde, die durch Gewalt verursacht wurde. Die durch den griechischen Wortteil poly- angezeigte Mehrfachverletzung wird unterschieden von der isolierten Verletzung einer einzelnen Körperregion, die ebenso lebensbedrohlich sein kann.

 Positronen: Antiteilchen der Elektronen mit gleicher Ruhemasse u. (im Gegensatz zu den Elektronen) mit positiver Elementarladung.

 Positronen-Emissions-Tomographie: PET.

 Prävention: P wie Prävention.

 Prävention (primär): Vorbeugung; alles, was z. B. Krebs vermeiden hilft, wie gesunde Lebensweise, nicht rauchen, wenig Alkohol trinken, ausgewogene Ernährung, Vermeiden starker Sonnenbestrahlung, Vermeiden von Übergewicht.

 Prävention (sekundär): Erkennen, insbesondere durch bildgebende Verfahren, und kurative Behandlung von Vorstufen bösartiger Erkrankungen.

 Prävention (tertiär): Verlaufskontrolle;hat die Aufgabe, bei eingetretener Krankheit ein Fortschreiten bzw. eine Rezidivbildung zu verhüten. Ein sensibles Verfahren zur Rezidivprophylaxe ist bspw. die PET. Da Krebszellen einen erhöhten Stoffwechsel aufweisen und daher einen größeren Teil der extra für die Untersuchung verabreichten, markierten Zuckerverbindungen aufnehmen als das gesunde Umgebungsgewebe, können bei vielen Tumorarten Krebszellen erkannt und von gesundem Gewebe unterschieden werden.

 Präventiv: vorbeugend.

 Progredienz: [lat. progredere vorrücken, voranschreiten] das Fortschreiten einer Krankheit (progressiver Krankheitsverlauf) bzw. eine weitere Verschlechterung des Gesundheitszustands.

 Punktion: Einstich einer Hohlnadel zur Entnahme von Körperflüssigkeit oder Gewebe (Biopsie, Feinnadelbiopsie). Die Punktion kann unter Ultraschall (Sonographie), CT oder Röntgenkontrolle erfolgen.