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 O wie Operationen vermeiden oder optimieren: Nicht jede Operation ist vermeidbar. Aber eine gute Diagnostik ist ausschlaggebend für die weitere Therapie. Die rasante Entwicklung in der Medizintechnik ermöglicht immer präzisere Blicke ins Innere des Menschen und damit sehr frühe Diagnosen. Computer errechnen mittlerweile aus den gemessenen Daten die Bilder aus dem Körperinneren. Kleinste Strukturen können hoch aufgelöst und in kurzer Zeit sichtbar gemacht werden. In vielen Fällen kann heute schon auf risikoreiche, invasive Eingriffe in den Körper verzichtet werden (z. B. Herzkatheter oder Endoskopien). Im Bereich Krebsfrüherkennung können die modernen bildgebenden Untersuchungsverfahren Tumoren in einem so frühen Stadium erkennen, dass schonendere Therapien möglich sein können mit besseren Heilungschancen. Operationen sind hier nicht vermeidbar, aber in einem vergleichsweise geringeren Umfang als bei einer späteren Diagnose nötig. Operationen selbst können durch den Einsatz der Radiologie auf „Stand-by“-Basis optimiert werden. Beispiele sind gerätegeleitete Biopsien und Markierungen bzw. Segmentierungen bei Leberoperationen.

 Oberhausen-Clearance: Nierenfunktionsuntersuchung nach der Oberhausen-Methode, erstmals 1968. Spezieller Nieren-Messplatz mit je einer Untertisch-Nierensonde und zwei Obertisch-Sonden mit Bleiabschirmungen (Obertisch) für die Nieren und die Blase zur Messung der Ganzkörperaktivität (Ganzkörperretentionskurve). Es müssen in bestimmten zeitlichen Abständen Blutentnahmen durchgeführt werden.

 Onkologie: Fachrichtung der Medizin, die sich mit der Erforschung und Behandlung von Tumorerkrankungen beschäftigt.

 Operationen: O wie Operationen vermeiden oder optimieren.

 OPS: Abk. für Operationen- und Prozedurenschlüssel; herausgegeben vom DIMDI (Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information) im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums. Er wird im stationären Bereich und in der vertragsärztlichen Versorgung im Bereich ambulantes Operieren zur Verschlüsselung und Klassifizierung von Operationen und medizinischen Prozeduren eingesetzt.

 Optische Kohärenztomographie: Abk. OCT (Optical Coherence Tomography); Untersuchungsverfahren, bei dem zeitlich inkohärentes Licht mit Hilfe eines Interferometers zur Entfernungsmessung reflektiver Materialien eingesetzt wird. Das entsprechende akustische Verfahren ist die Ultraschalldiagnostik (Sonographie).

 Orthovolt-Therapie: Röntgenreizbestrahlung. Der erkrankte Bereich wird mit einer niedrig dosierten Röntgenbestrahlung mehrfach behandelt, wobei die Einzelbestrahlung meist nur etwa 20 Sekunden dauert. Der Strahlungsreiz steigert die Durchblutung und den Stoffwechsel, fördert die Rückbildung der Entzündung im erkrankten Bereich und somit auch nebenwirkungsarm der Schmerzsymptome. Die vollständige Wirkung der Behandlung setzt oft erst nach Wochen ein.

 Osmolalität: gibt die Teilchenanzahl der osmotisch aktiven Substanzen (z. B. Salz, Traubenzucker, Proteine) pro Kilogramm Lösungsmittel (in der Regel Wasser) an. Sie bestimmt bei Körperflüssigkeiten die Verteilung des Wassers zwischen den verschiedenen Zellräumen. Generell gilt, dass das Wasser aus Regionen niedriger Osmolalität in Regionen höherer Osmolalität diffundiert, bis ein Gleichgewicht erreicht ist. Für die Bestimmung können Urin, Serum und Plasma verwendet werden.

 Osteodensitometrie: Knochendichtemessung; medizinisch-technische Verfahren, die zur Bestimmung der Dichte bzw. des Kalksalzgehaltes des Knochens dienen. Menschen mit vermindertem Kalksalzgehalt tragen ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche. Betroffen sind vor allem Frauen in der Menopause, Männer über 50 Jahre, Raucher, Alkoholiker und Menschen mit Mangelernährung bzw. Vitaminmangel. Auch bestimmte Erkrankungen wie die Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion) oder Medikamente wie Kortikoide begünstigen den Substanzverlust der Knochen. Häufigstes Anwendungsgebiet der Knochendichtemessung am Menschen ist die Osteoporose-Diagnostik und die damit einhergehende Bestimmung des Frakturrisikos.

 Osteoporose: umgangssprachlich Knochenschwund, Abnahme der Knochenmasse, -struktur und -funktion.