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 M wie Mensch im Mittelpunkt: Moderneradiologische Praxen unterscheiden sich in Größe, Organisation und Ablauf von der klassischen Hausarztpraxis. Ihre Struktur mit teilweise 20-30 Mitarbeitern gleicht eher einem mittelständischen Unternehmen oder einer Klinik. Diagnose und Technik stehen zunächst im Vordergrund, der Kontakt zum Arzt ist meist auf ein kurzes erklärendes Gespräch beschränkt. Aber lassen Sie sich nicht täuschen. Die modernen Geräte, die spezialisierten MTRAs und Radiologen, die effizienten Abläufe, all das dient letztlich Ihnen und Ihrer Gesundheit. Die Diagnosemöglichkeiten haben sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Heute können 80 Prozent der Diagnosen, bei denen man früher einen invasiven Eingriff in den Körper vornehmen musste, mithilfe bildgebender Verfahren gestellt werden, die den Körper unangetastet lassen. Krebs kann in vielen Fällen in einem so frühen Stadium erkannt werden, dass er heilbar ist. Und die vielen Computer in den Praxen dienen nicht zuletzt auch dazu, die Zeiten zwischen Diagnose und dem Einleiten der Therapie zu verkürzen und ein Hand-in-Hand-Arbeiten zwischen Radiologen und behandelnden Ärzten zu ermöglichen. (mehr zur Hintergrundarbeit des Radiologen im Wegweiser durch die Radiologie, Seite 144).

 Magnetresonanztomographie: Abk. MRT; siehe Kernspintomographie.

 MAK3: Abk. für Mercapto-Acetyltriglycerin in Verbindung mit 99mTc für die Nieren- Szintigraphie.

 Mamma: [lat. Brust] weibliche Brust.

 Mammille: Brustwarze.

 Mammobil: mobile Untersuchungseinheit für das Mammographie-Screening. Diese mobile Screening-Station wird eingesetzt, um Teilnehmerinnen am Screening ein wohnortnahes Angebot zu ermöglichen. Sie genügt dem gleichen hohen technischen Standard wie die stationären Mammographie-Einheiten.

 Mammogramm: Röntgenaufnahme der Brust.

 Mammographie: Röntgenaufnahme derweibl. Brust mit einer bes. Technik (meist Rastertechnik), insbesondere zur Erkennung von Brustkrebs oder Vorstufen von Brustkrebs, zur Objektivierung u. Lokalisierung eines pathol. Tastbefundes, bei Flüssigkeit absondernder Mamille oder blutender Mamma u. zur Überwachung von Risikopatienten bzw. zum Screening.

 Mammographie-Screening: Röntgen-Reihenuntersuchung zur Früherkennung von Brustkrebs. Für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren ist es seit kurzem Bestandteil der von den privaten und gesetzlichen Krankenkassen bezahlten gesetzlichen Früherkennungsuntersuchungen. Zur Screening-Mammographie wird schriftlich im zweijährigen Abstand in zertifizierten Mammographie-Einheiten eingeladen.

 Mansfield, Sir Peter: (* 9. Oktober 1933 in London), britischer Physiker, emeritierter Professor für Physik an der University of Nottingham und Träger des Medizinnobelpreises von 2003. Diesen erhielt er gemeinsam mit Paul Christian Lauterbur für ihre Entdeckungen im Zusammenhang mit der Magnetresonanztomographie.

 Medizinisch-technische Radiologieassistenten: Abk. MTRA; Nach 3-jähriger Ausbildung und erfolgreichem Bestehen der staatlichen Abschlussprüfung ist die/der MTRA hauptsächlich in den Gebieten diagnostische Radiologie, Nuklearmedizin und Strahlentherapie beschäftigt. Hier ist die/der MTRA u. a. verantwortlich für die Vorbereitung des Patienten, die exakte Lagerung bei der Untersuchung und die gute Qualität der entstehenden Bilder.

 Mensch: M wie Mensch im Mittelpunkt.

 MeV: Abk. für Mega-Elektronen-Volt =1.000.000 eV.

 Monokontrastuntersuchung: Anwendung nur eines positiven oder negativen Kontrastmittels.

 MR-Angiographie: Gefäßdarstellung mithilfe der MRT.

 MR-Spektroskopie: Die unterschiedlichen Magnetresonanz-Eigenschaften von Molekülen können neben der Erzeugung von Schnittbildern verschiedener Organsysteme auch zur Analyse von Stoffgemischen eingesetzt werden. Die einzelnen molekularen Bestandteile auch von Geweben lassen sich anhand ihrer unterschiedlichen Resonanzfrequenzen identifizieren und quantifizieren (Spektroskopie). Die MR-Spektroskopie erzeugt also keine Abbildungen der Gewebsstrukturen wie die MRT, sondern misst die Gewebszusammensetzung. Die MR-Spektroskopie kommt beispielsweise im Bereich der Früherkennung von Prostata-Krebs und funktionellen Störungen des Gehirns zum Einsatz.

 MTRA: Medizinisch-technische Radiologieassistenten.