A B C D E F G H I J K L
M N O P Q R S T U V W X Z

 K wie Kontrast: Zur besseren Darstellung von Strukturen und Funktionen des Körpers werden in bildgebenden Verfahren, vor allem in der Röntgen- und CT-Diagnostik, der Magnetresonanztomographie (MRT) und der Sonographie Kontrastmittel eingesetzt. Es gibt orale Kontrastmittel, die mit einem zeitlichen Vorlauf vor der Untersuchung getrunken werden. Weiterhin gibt es Kontrastmittel, die während einer Untersuchung über die (Arm-)Vene gespritzt werden. Der Einsatz und die Art der Verabreichung hängen von der jeweiligen Untersuchung ab. Kontrastmittel werden im Allgemeinen gut vertragen und sind relativ nebenwirkungsarm. Vor der Gabe von Kontrastmitteln werden die Patienten über mögliche Nebenwirkungen aufgeklärt. Die Patientenanamnese (Krankheitsvorgeschichte) liefert ggf. wichtige Informationen für den Ablauf der Untersuchung und die Auswahl des richtigen Kontrastmittels.

 Kardio-CT: Bei der ultraschnellen Computertomographie wird das Herz nach Kontrastmittelapplikation spiralförmig mit hoher Geschwindigkeit und mit mehreren Schichten gleichzeitig mittels Röntgenstrahlen aufgenommen.

 Kardio-MRT: eine spezielle MRT des Herzens, kann krankhafte Veränderungen ohne Röntgenstrahlen sichtbar machen, die mit anderen Methoden nicht zu sehen sind. Diese Methode arbeitet mit Radiowellen und Magnetfeldern, die nach bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen keinerlei Nebenwirkungen für die Patienten haben.Nicht jede Operation ist vermeidbar. Aber die rasante Entwicklung in der Bildgebung trägt dazu bei, dass in definierten Fällen heute schon auf risikoreichere, invasive Eingriffe in den Körper verzichtet werden kann (z. B. primär diagnostische Herzkatheter-Untersuchungen, diagnostische Kniearthroskopien).

 Karzinom: [lat. cancer Krebs] Abk. Ca.; bösartiger Tumor. Die größte Gruppe bilden die Malignome, denen noch die Sarkome zur Seite gestellt werden. Karzinome können auf dem Lymph- und Blutweg Metastasen ausbilden. Für viele K. sind Tumormarker bekannt, die bei der Tumorsuche hilfreich sind.

 Katheter: Instrument, das dünnem Schlauchähnelt und mit verschiedenen Zusatzgeräten wie z. B. Kameras versehen sein kann.

 Kernladungszahl: Anzahl der Protonen.

 Kernspintomographie: Syn. Magnetresonanztomographie; computergestütztes bildgebendes Verfahren der Tomographie, das auf dem Prinzip der Magnetresonanz beruht; im Ggs. zur konventionellen Röntgendiagnostik bzw. Computertomographie wird hierbei keine Röntgenstrahlung verwendet, sondern die Energie gemessen, die unter Einfluss eines von außen angelegten starken Magnetfeldes bei Relaxation der durch einen kurzen Hochfrequenzimpuls angeregten Kernspins aus dem Körper in Form von elektromagnetischen Wellen austritt.

 Kinderradiologie: Das Teilgebiet Kinderradiologie basiert auf dem Fach Diagnostische Radiologie und bietet darüber hinaus die Spezialisierung auf drei Aufgabenbereiche: 1. Die strikte Einhaltung des Strahlenschutzes bei Planung und Ausführung der Untersuchungen. 2. Besondere Kenntnisse der bildgebenden Diagnostik des wachsenden Organismus einschließlich der angeborenen Fehlbildungen. 3. Besondere Kenntnisse und Fähigkeiten auf dem Gebiet der Pädiatrie.

 KIS: Abk. für Krankenhaus-Informations-System; es steuert die allgemeine Administration und den Krankenhausbetrieb.

 Kit: vorgefertigte Substanzen, die mit einem Radionuklid markiert werden.

 Klaustrophobie: Platzangst.

 Knochenmark-Szintigraphie: Darstellung des blutbildenden oder des phagozytierenden Knochenmarks zur frühen Diagnostik pathologischer Knochenmarkprozesse.

 Knochen-Szintigraphie: Nachweis von erhöhtem Kalzium-Stoffwechsel mit Szintigraphie. Pathologische Knochenprozesse stellen sich primär als Aktivitätsanreicherung dar.

 Koinzidenz: zeitliches Zusammentreffen von zwei oder mehreren Ereignissen (Signale aus Photonen).

 Konstanzprüfung: Die Konstanzprüfung wird in regelmäßigen Zeitabständen zur Feststellung von Veränderungen gegenüber dem durch Referenzdaten beschriebenen Ausgangszustand des Gerätes und seiner Komponenten durchgeführt.

 Kontaktbestrahlung: Strahlentherapie mit einer tumornahen Strahlenquelle, z. B. durch Implantate oder Injektion einer radionuklidhaltigen Lösung.

 Kontaminierung: in der Nuklearmedizineine Verunreinigung mit radioaktiven Stoffen auf Oberflächen (Tisch, Fußboden, Haut, Haar etc.) oder eine Aufnahme der Radionuklide durch die Haut bzw. die Atemwege.

 Kontraindikation: Gegenanzeige; Grund, ein Mittel nicht anzuwenden.

 Kontrast: K wie Kontrast.

 Kontrasteinlauf: Abk. KE; eine Röntgenuntersuchung des Dickdarms mit Einlauf von Kontrastmittel (Bariumsulfatsuspension).

 Kontrastfärbung: Mehrfachfärbung zur besseren Differenzierung von Geweben, Bakterien usw.

 Kontrastmittel: K wie Kontrast.

 Kontrastmittelreaktion: unerwünschte Reaktion des Körpers auf ein Kontrastmittel.

 Kontrollbereich: abgeschlossener Bereich (Raum) mit einer definierten Strahlenbelastung.

 Koronarangiographie: Röntgenkontrastdarstellung (Serie von Röntgenaufnahmen in schneller Bildfolge) der Herzkranzgefäße mittels Katheter; dient der Diagnose funktioneller Störungen und organischer Erkrankungen.

 Kosten: Die Kosten für radiologische Leistungen setzen sich im Wesentlichen aus den anteiligen Geräte-, den Personal- und den Arztkosten zusammen. Die Hightech- Geräte haben teilweise 7-stellige Anschaffungskosten bei immer kürzeren Innovationszyklen, d. h. es kommen in immer geringeren Zeitabständen neue, noch leistungsstärkere Geräte auf den Markt. Was erstatten die gesetzlichen Versicherungen für radiologische Untersuchungen ihrer Versicherten? Hier einige Vergleiche mit anderen nicht-medizinischen Dienstleistungen: Für eine MRT-Untersuchung wird so viel bezahlt, wie ein Autofahrer für einen Ölwechsel zahlen muss. Eine Computertomographie kostet die Kassen etwa so viel wie ein Anwaltsbrief. Die durchschnittliche nuklearmedizinische Untersuchung entspricht einer Bahnfahrkarte von Heidelberg nach Aachen, eine Mammographie einer Anfahrtspauschale für Handwerker, für ein Röntgenbild zahlt die Kasse so viel, wie für einen Kinobesuch anfällt, und eine Ultraschalluntersuchung ist den Kassen so viel wert wie eine Autowäsche.