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 I wie Innovation in der Medizin: Schon die drei Hauptmethoden in der Radiologie (Röntgen, Computertomographie und Magnetresonanztomographie) waren und sind hochinnovativ und ihre Pioniere wurden bereits mit Nobelpreisen ausgezeichnet. Kein anderes medizinisches Fach weist vergleichbare Innovationsraten auf. Innovationen im Bereich Radiologie haben zukunftsweisende Folgen für andere Disziplinen wie bspw. die Kardiologie oder Gynäkologie. Bei der Herzdiagnostik können heute in kürzester Zeit CT- und MRT-Aufnahmen vom schlagenden Herzen gemacht werden, auf denen selbst winzigste Gefäße zu sehen sind (vertiefend hierzu die Fördermaßnahmen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter http://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/).

 IGeL: Abk. für Individuelle Gesundheitsleistungen. Diese Leistungen werden in Arztpraxen als medizinisch erforderlich oder empfehlenswert angeboten. Die Kosten werden aber von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen, so dass die Patienten die Leistungen selbst bezahlen müssen. Welche IGeL für Sie sinnvoll sind, hängt ganz von Ihrer individuellen Situation ab. Durch die Beratung durch Ihren Arzt muss deutlich werden, warum diese Leistung für Sie sinnvoll ist und warum die Krankenkasse sie nicht bezahlt. Ein Beispiel für eine IGeL in der Radiologie ist die Osteodensitometrie (Knochendichtemessung zur Früherkennung von Osteoporose).

 Indikation: [lat. indicare anzeigen] Abk. Ind.; sog. Heilanzeige; Grund zur Anw. eines bestimmten diagnostischen od. therapeutischen Verfahrens in einem Krankheitsfall, der seine Anw. hinreichend rechtfertigt, wobei grundsätzlich Aufklärungspflicht gegenüber dem Patienten besteht.

 Indikation, kausale: durch die Krankheitsursache begründete Indikation.

 Indikation, rechtfertigende: Entscheidung eines Arztes mit der erforderlichen Fachkunde im Strahlenschutz, dass und in welcher Weise Röntgenstrahlung am Menschen in der Heilkunde angewendet wird.

 Innovation: I wie Innovation in der Medizin.

 Instillation: Injektion von z. B. radioaktiven Stoffen in anatomische Körperhöhlen wie Gelenkräume, Peritonealhöhle oder Pleuraraum.

 Interventionelle Radiologie: umfasst gering invasive therapeutische Maßnahmen, die mithilfe bildgebender Verfahren durchgeführt werden, z. B. Periradikuläre Therapie.

 Intravasal: innerhalb des Gefäßsystems.

 Invasiv: [lat. invadere eindringen] in der medizinischen Diagnostik oder Therapeutik werden solche Methoden als invasiv bezeichnet, die in den Körper eindringen, also z. B. eine Biopsie oder ein Abstrich der Nasenschleimhaut. Eine Ultraschalluntersuchung ist dagegen nicht invasiv.

 In-vitro-Untersuchung: Untersuchung eines körpereigenen Stoffes im Reagenzglas, z. B. Radioimmuno-Assays.

 In-vivo-Untersuchungen: Transport-, Funktions- und Stoffwechsel-Untersuchungen am lebenden Menschen.

 Ionen: Atome oder Moleküle, die Elektronen aus ihrer Schale abgegeben (positive Ionen) oder die zusätzliche Elektronen aufgenom- men haben (negative Ionen).

 Ionisierende Strahlung: elektromagnetische Wellen, die unter Energieaufwand Elektronen aus der Atomhülle entfernen können. Dazu gehören Röntgenstrahlen, aber auch ultraviolette Strahlung.

 Isotope: auch Nuklide; Atome mit gleicher Protonen- und unterschiedlicher Neutronenzahl. Es sind unterschiedliche Atomarten des gleichen chemischen Elements, die sich nur in ihrer Atommasse unterscheiden.