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 F wie Früherkennung von Krankheiten: Die Haupttodesursachen in den westlichen Industrienationen sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Fortschritte in der Radiologie ermöglichen heute die Früherkennung in einem solchen Maße, dass Krankheiten erkannt werden können, lange bevor sie sich beim Patienten überhaupt bemerkbar machen, z. B. durch Mammographie-Screening, Kardio-CT/MRT, virtuelle Koloskopie, Lungenscreening bei Rauchern. Eine präzise Früherkennung bedeutet eine kürzere und weniger belastende Behandlung sowie bessere Heilungschancen für Patienten. Dabei sind eventuelle Strahlenbelastung, das Risiko einer falschen Diagnose und die Kosten der Früherkennung in Kauf zu nehmen. Insgesamt werden Gesundheitskosten aber gesenkt, weil Folgekosten von Krankheiten reduziert werden können.
Von den gesetzlichen Krankenkassen werden alters- und geschlechtsabhängig regelmäßige Krebsfrüherkennungsuntersuchungen bezahlt. Beispiele: Frauen über 20 Jahre haben das Recht auf eine jährliche Früherkennung von Genitalkrebs, Frauen von 50 bis 69 Jahren auf eine kostenlose Mammographie alle zwei Jahre (Mammographie-Screening). Männer über 45 Jahre haben Anspruch auf regelmäßige Untersuchungen der äußeren Geschlechtsteile und der Prostata.

 Facettengelenksinfiltration: Abk. FGI; bei der Behandlung von degenerativen Wirbelsäulen-Erkrankungen kann eine Injektion in oder an ein abgenutztes, arthrotisches Wirbelgelenk (Facettengelenk) oder in dessen Umgebung sinnvoll sein. Dazu werden lokal wirksame Schmerzmedikamente (Lokalanästhetika) und Cortison eingesetzt. Unter computertomographischer Kontrolle wird eine zielgenaue Behandlung direkt am Ort des Schmerzgeschehens ermöglicht.

 Falsch-negativ: bedeutet, dass ein krankhafter Befund nicht diagnostiziert wurde.

 Falsch-positiv: bedeutet, dass versehentlich ein krankhafter Befund diagnostiziert wurde, der durch Nachuntersuchungen nicht bestätigt werden kann.

 Faradayscher Käfig: (auch Faraday-Käfig) eine allseitig geschlossene Hülle aus leitfähigem Material (z. B. Drahtgeflecht oder Blech), deren Innenraum dadurch von äußeren elektrischen Feldern oder elektromagnetischen Wellen abgeschirmt ist. Bei einer MRT-Untersuchung kommt dieser Käfig zum Einsatz, um störende Einflüsse „fremder“ Radiowellen auf die Untersuchung zu unterbinden. Der Magnet wird durch diesen Käfig abgeschirmt, der unsichtbar in die Wand des Untersuchungsraums integriert ist.

 Feinnadelbiopsie: risikoarmes, einfaches Biopsieverfahren, bei dem mit einer sehr dünnen Nadel Gewebe zur zytologischen und histologischen Untersuchung entnommen wird. Dieses Verfahren wird häufig bei tastbaren Knoten angewendet.

 Feldstärke: Stärke einer Feldgröße (eines elektrischen, magnetischen oder sonstigen räumlich verteilten Feldes) an einem gegebenen Punkt im Raum.

 Funktionelle Magnetresonanztomographie: eine relativ junge Weiterentwicklung der herkömmlichen MRT. Sie ist in der Lage – zusätzlich zu den anatomischen Bildern – auch Änderungen der Gehirnaktivität bildlich darzustellen. Man kann sozusagen dem Gehirn beim Denken zuschauen.