C wie Computer in der Radiologie: Computer sind aus der
Radiologie nicht mehr wegzudenken. Durch sie sind 3-D-Beurteilungen von
CT- oder MRT-Aufnahmen möglich, die invasive Eingriffe (z. B.
Koloskopien oder Herzkatheter) ersetzen. Weiterhin können Aufnahmen
nachbearbeitet und damit Zweitaufnahmen vermieden werden.
Cardio-MRT: Kardio-MRT
CCT: Abk. für Craniale Computertomographie;
Schichtaufnahme des Kopfes.
Chelatbildner: organische Substanzen, die sich mit
Metallteilchen zu stabilen Verbindungen zusammenschließen.
Chelate: chemische Zusammenschlüsse von Metallteilchen
und organischen Substanzen.
Chelatkomplex: oder auch verkürzt Chelat steht für
Komplexverbindungen, bei denenein mehrzahniger Ligand (besitzt mehr als
ein freies Elektronenpaar) mindestens zwei Koordinationsstellen
(Bindungsstellen) des Zentralions einnimmt. Der Ligand heißt in diesem
Fall Chelator (gr. chele für „Krebsschere“).
Beim Zentralion handelt
es sich in der Regel um ein positiv geladenes Metallion (z. B. Fe2+,
Cu2+).
Chemotherapie: Behandlung mit Zytostatika, in deren
Verlauf Tumorzellen abgetötet oder am Wachstum gehindert werden. In der
modernen Chemotherapie versucht man, gesunde Zellen möglichst wenig zu
beeinträchtigen.
Coeliacus-Blockade: Anästhesie des Plexus Coeliacus (=
Nervengeflecht im Bauchraum), häufig kontrolliert mittels Sonographie
oder Computertomographie.
Coil: Platinspirale, die insbesondere bei
minimalinvasiven Verfahren zum Einsatz kommt, um zum Beispiel
Gefäßaussackungen zu verschließen. Mittels eines Katheters kann der
haarfeine Coil beispielsweise über die Leistenarterie bis in das Gehirn
zur Behandlung eines Aneurysmas verwendet werden. Dort wird er aus dem
Führungskatheter herausgeschoben und rollt sich zu einer festen Spirale
auf, die die Aussackung im Gefäß voll ausfüllt. Mithilfe einer leichten
elektrischen Spannung wird der Coil vom Führungsdraht gelöst. Der größte
Vorteil dieser neuen Technik liegt darin, dass eine Operation am
offenen Gehirn nicht mehr notwendig ist und z. B. keinerlei Gehirngewebe
mehr zur Seite gehalten werden muss, um ein freies Operationsfeld zu
bekommen.
Computer: C wie Computer in der Radiologie.
Computertomographie: Abk. CT;
Röntgendiagnostisches, computergestütztes bildgebendes Verfahren nach
dem Prinzip der Tomographie. Bei der CT können Körperorgane in jeder
Schicht aus nahezu 1.000 Richtungen aufgenommen werden. Die Messwerte
werden von einem Computer zu überlagerungsfreien, zwei- oder
dreidimensionalen Bildern weiterverarbeitet. Als schnelle und
umfangreiche Untersuchung ist die CT auch besonders in der Traumamedizin
für Unfallopfer, z. B. bei Kopfverletzungen und bei der Suche nach
Blutungen oder für die Untersuchung Schwerkranker, geeignet. Geringe
Bewegungen, z. B. von unruhigen Patienten, machen weniger Probleme als
in der Magnetresonanztomographie (MRT). Auch zur Schlaganfall-Diagnostik
(Stroke Unit) ist die Sofort-CT die Methode der Wahl.
Cor/Pulmo: [lat.] Herz und Lunge.
Craniale Computertomographie: Abk. CCT; ist heute in
weiten Bereichen von der Kernspintomographie abgelöst worden, bei der
Diagnose einer frischen Blutung od. eines Hämatoms im Bereich des
Schädels, von Schädelbasisfrakturen sowie Schädelbasistumoren mit
knöchernem Defekt dieser allerdings überlegen.
CT-Angiographie: bildgebendes Verfahren zur Darstellung
von Blutgefäßen mithilfe der Computertomographie.
Curie, Marie: (*1867 in Warschau, † 1934 in
Sancellemoz, Frankreich) polnische Physikerin mit französischer
Staatsbürgerschaft; Forschung auf dem Gebiet der Radioaktivität;
Nobelpreisträgerin für Physik (1903) und Chemie (1911).