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 B wie Befundqualität: Die Befundqualität hängt von verschiedenen Faktoren ab: der Qualität der Geräte, der Qualität der Aufnahmetechnik und der Qualifikation und Erfahrung des befundenden Arztes. Studien rund um das Mammographie-Screening beweisen, dass die Zuverlässigkeit von Befunden sich um 15 Prozent verbessern lässt durch die in diesen Programmen obligatorische Doppelbefundung. In allen Praxen im Radiologienetz ist daher die Doppelbefundung nach dem 4-Augen-Prinzip selbst auferlegtes Qualitätskriterium.

 Backpointer: [engl.] mit der Strahlenquelle des Behandlungsgerätes verbundene Hilfseinrichtung zur Strahlenbehandlung; zeigt an der zu behandelnden Stelle des Patienten den Austrittspunkt des Zentralstrahls mechanisch oder optisch an.

 BA-Einlauf: Abk. für Bariumeinlauf.

 Bariumsulfat: BaSO4; verwendet als Kontrastmittel für Röntgenuntersuchungen des Gastrointestinaltrakts; natürlich als Schwerspat vorkommend.

 Becken-Bein-Angiographie: spezielle computergestützte Röntgenuntersuchung, mit deren Hilfe sich frühzeitig Verengungen und Veränderungen von Arterien des Beckens und der Beine erkennen lassen. Zum Sichtbarmachen der Gefäße wird ein Kontrastmittel gespritzt. Verengungen an Arterien des Beckens und der Beine entstehen in der Regel im Rahmen der so genannten Arteriosklerose (Arterienverkalkung).

 Becquerel: Abk. Bq.; Einheit der Radioaktivität, benannt nach dem französischen Physiker Antoine Henri Becquerel, der 1903 zusammen mit Marie Curie den Nobelpreis für die Entdeckung der Radioaktivität erhielt.
Ein Becquerel gibt die Anzahl der Atome an, die pro Sekunde zerfallen.

 Befund: bezeichnet das Untersuchungsergebnis oder die Gesamtheit der durch einen Arzt erhobenen körperlichen und psychischen Erscheinungen eines Patienten.

 Befunderläuterung: Nach der Untersuchung wird Ihnen Ihr Radiologe die Aufnahmen und den Befund vorstellen und erläutern. In manchen Fällen wird er den Befund auch direkt über Teleradiologie oder über Telefon/Fax Ihrem behandelnden Arzt weitergeben.
Es kann auch sein, dass er Ihnen eine Folgeuntersuchung empfiehlt. Manchmal ist das Gespräch mit dem Radiologen sehr kurz, da viele behandelnde und zum Radiologen überweisende Ärzte die Befundbesprechung zusammen mit der Therapieempfehlung für ihre Patienten selbst machen wollen. In den meisten Fällen wird Ihnen der Radiologe einen kurzen Befund für den überweisenden Arzt mitgeben. Der ausführliche Befund wird dann meist am nächsten oder übernächsten Tag auf dem Postweg oder per Fax an den überweisenden Arzt übermittelt.

 Befund-/Bildkommunikation: Der Befund beschreibt in Worten das Untersuchungsergebnis, die Interpretation der jeweiligen Aufnahme, des Bildes. Falls vorhanden, fließen in die Befunderstellung Informationen und eventuell vorhandene Voraufnahmen mit ein, die Sie bitte mitbringen. Manchmal bekommt man zusätzlich zum Befund die Bilder als Ausdruck, entwickelte Röntgenaufnahmen oder auf einer CD. Das Eigentum an den Bildern liegt beim Radiologen. Er muss sie auch archivieren. Patienten haben aber das Recht, die Bilder zur Verfügung gestellt zu erhalten. Bei Weiterbehandlung schickt der Radiologe die Bilder und Befunde dem weiterbehandelnden Arzt bzw. Krankenhaus zu. In zeitkritischen Fällen ist eine elektronische Kommunikation zwischen Radiologen und weiterbehandelnden Ärzten effektiv.

 Bildröhre: Bildwiedergaberöhre. Nach dem Prinzip der Braunschen Röhre arbeitendes Gerät, das elektrische Signale in optische Bildinformationen umwandelt und auf einem Leuchtschirm Schwarzweiß- oder Farbbilder erzeugt; allgemein auch Elektronenstrahlröhre genannt.

 Bio-: Wortteil mit der Bedeutung „Leben“.

 Biopsie: Entnahme einer Gewebeprobe des Patienten durch Organpunktion mit einer Hohlnadel, unter Anwendung spezieller Instrumente (z. B. Stanzinstrumente, Biopsiesonden) oder operativ mit dem Skalpell, als ungezielte Biopsie oder gezielt unter Ultraschall- oder Röntgenkontrolle.

 Brachytherapie: Strahlentherapie, bei der die Strahlenquelle direkt am Tumorgewebe angebracht wird.

 Breischluck: Röntgenuntersuchung der Speiseröhre mit Kontrastmittel (Bariumsulfatsuspension).

 Bronchographie: Röntgendarstellung der Verästelungen der Luftröhre (Bronchien) nach Verabreichung eines Kontrastmittels.

 Buckytisch: spezieller Röntgentisch, benannt nach Gustav Peter Bucky (*1880, †1963), bedeutender Radiologe und Physiker.