PET - Ablauf und Vorbereitung von Untersuchungen

 

Die Positronen Emissions Tomographie, abgekürzt PET, ist eine nicht-invasive nuklearmedizinische Untersuchungsmethode. PET kann Stoffwechselvorgänge von außen sichtbar machen. Dazu werden dem Patienten winzige Mengen radioaktiv markierter Stoffe in die Armvene gespritzt. Die Substanzen verteilen sich im Körper und reichern sich insbesondere in Tumoren an. 

Wie soll ich mich auf die Untersuchung vorbereiten?
Die PET/CT Untersuchung bedarf bestimmter Voraussetzungen und Vorbereitungen, die für eine gute Bildqualität und die Durchführung der Untersuchung entscheidend sind.

Rechtzeitig Blutwerte bestimmen lassen:
Aktuelle Blutwerte (Kreatinin, TSH, Blutzucker) müssen vorliegen.

Körperliche Belastung vermeiden:
Am Vortag ist jede körperliche Belastung zu vermeiden.

Nüchtern bleiben:
12 Stunden vor Untersuchungsbeginn sollten Sie keine Nahrung mehr zu sich nehmen. Erlaubt ist das Trinken von ungesüßtem Tee und Mineralwasser. Patienten mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) dürfen jedoch Ihre normalen Zwischenmahlzeiten zu sich nehmen.

Keine Blutzucker beeinflussenden Medikamente einnehmen:
Medikamente, die den Blutzucker stark beeinflussen können, wie z.B. Cortison- /Insulinpräperate oder orale Antidiabetika dürfen nicht eingenommen werden. Davon unabhängig können andere Medikamente wie gewohnt eingenommen werden.

Vorbefunde mitbringen:
Sollten Vorbefunde (auch CT, MRT, konventionelles Röntgen) vorhanden sein, sollten Sie diese ebenfalls zur Untersuchung mitbringen.

Da es während der Untersuchung zu Wartezeiten kommt, ist es empfehlenswert, aber nicht notwendig, sich bequeme Kleidung und etwas zum Lesen mitzubringen. Manchmal wird für die Untersuchung Beruhigungsmittel verabreicht. In diesem Fall, wäre eine Begleitperson, die Sie ggf. nach Hause fahren kann, sinnvoll.

Vor Untersuchungsbeginn wird der aktuelle Blutzucker bestimmt und falls notwendig, medikamentös eingestellt. Der Grenzwert liegt bei 120mg/dl. Zum Untersuchungszeitpunkt sollte im Körper des Patienten ein gewisser Mangel an Glucose herrschen, damit möglichst viel der radioaktivmarkierten Glukose (18-F-markierter Zucker) aufgenommen wird.

Wie wird die Untersuchung durchgeführt?
Da der, für die Untersuchung genutzte radioaktive Stoff, schnell abklingt und danach nicht mehr nachweisbar ist, ist ein konzentrierter, rascher Ablauf sehr wichtig. Zu Beginn der Untersuchung wird Ihnen eine geringe Menge des radioaktiv markierten Zuckers über den Venenzugang eingespritzt. Dann erhalten Sie häufig eine Kochsalzlösung und ein harntreibendes Mittel, z.B. per Infusion.
Anschließend muss gewartet werden, bis sich die radioaktiv markierte Zuckerlösung im Körper verteilt hat. In der Wartezeit von etwa 60 Minuten ist jede Bewegung unbedingt zu vermeiden, da sich hierbei Glukose in den Muskeln anreichert, welches die Diagnose erschwert. Das Stillhalten fällt manchen Patienten schwer. Bei Nervosität oder Ängsten können Beruhigungsmittel gegeben werden.
Nun werden die Aufnahmen am PET-Scanner durchgeführt. Die Untersuchung des gesamten Körpers dauert 30 bis 60 Minuten. Während dieser Zeit können Sie bequem liegen. Sie sollten sich möglichst wenig bewegen, um ein Verwackeln der Aufnahmen zu verhindern. Nach Ende der Untersuchung sind Sie in keiner Weise beeinträchtigt.

Häufig wird die Positronen-Emissions-Tomographie mit einer Computertomographie kombiniert. Zur Vorbereitung und Durchführung der Computertomographie können Sie sich hier informieren.

Was muss ich nach der Untersuchung beachten?
Die Untersuchung ist für beteiligte Angehörige / Begleitpersonen völlig ungefährlich. Wir empfehlen dennoch in den ersten 6 Stunden nach Injektion des Radiophamakons von anderen Personen möglichst Abstand zu halten und Kontaktzeiten zu Kindern zu minimieren.