Computertomographie (CT) - Anwendbarkeit und Grenzen des Verfahrens

Die Computertomographie hat heutzutage ein sehr breites Einsatzspektrum in der Radiologie. Die Vorteile dieses Verfahrens sind die überlagerungsfreie Darstellung des untersuchten Organbereiches und die Geschwindigkeit der Untersuchung. Nachteile gegenüber anderen Methoden sind die Anwendung von Röntgenstrahlung und die damit einhergehende Strahlenbelastung. Daneben kann es beim Einsatz von jodhaltigen Kontrastmitteln zu allergischen Reaktionen kommen.

Hier ist die Computertomographie unschlagbar
Bei Untersuchungen der Lunge, vielen Fragestellungen im Bereich des Bauches (Abdomen) und der schnellen Untersuchung des Kopfes z. B. bei der Suche nach Blutungen und Verletzungen ist die Computertomographie allen anderen Untersuchungsverfahren überlegen und Methode der Wahl. Zu den Vorteilen der Untersuchung zählt die Präzision der Bilder von Geweben und Organen wie Lunge, Knochen, Weichteilen und Blutgefäßen. Die Untersuchung ist darüber hinaus schnell und einfach durchzuführen, was im Falle eines Unfalls innere Verletzungen und Blutungen schnell und kompetent nachweisen hilft. Daneben ist die CT ist bei fettleibigen Patienten wesentlich besser zur Diagnostik geeignet als die Ultraschalluntersuchung.

Die Computertomographie hat auch Risiken
Zu den Nachteilen zählt der Einsatz von Röntgenstrahlen. Die durchschnittliche Dosis einer normalen CT-Untersuchung entspricht der natürlichen Strahlenexposition eines Jahres. Vor diesem Hintergrund ist es sinnvoll und wichtig, die Verfahren, welche nicht mit ionisierenden Strahlen arbeiten - Ultraschall und Magnetresonanztomographie - in die Auswahl der bildgebenden Verfahren mit einzubeziehen (Diagnoseverfahren der Wahl).
Aufgrund der nicht unerheblichen Strahlenbelastung, gerade im Bereich des Abdomens, sollten werdende Mütter den Arzt oder die Assistentin stets über eine Schwangerschaft informieren. Stillende Mütter sollten erst 24 Stunden nach Kontrastmittel-Gabe wieder stillen. Besondere Vorsicht ist auch bei häufigen Computertomographien der Augen angebracht, da die Linse besonders strahlenempfindlich ist.
Das Risiko eines schweren allergischen Kontrastmittelzwischenfalls ist selten. Die radiologischen Abteilungen sind auf solche Zwischenfälle gut vorbereitet.

Die Grenzen der Computertomographie (CT)
Gegenüber dem herkömmlichen Röntgenbild hat die Computer-Tomographie einen Nachteil: Die räumliche Auflösung ist schlechter. Daher sind z. B. feine Knochenstrukturen im CT weniger gut erkennbar.Bei der Darstellung kleiner Weichteilabbildungen, wie z.B. das Innere des Knies oder der Schulter ist die Kernspintomographie (MRT) der Computertomographie klar überlegen. Mit Hilfe der MRT können zudem wichtige funktionelle Informationen gewonnen werden, die mit dem CT nicht möglich sind. Außerdem kann man mit MRT eine Vielzahl weicher Gewebsarten unterscheiden. Aufgrund der unterschiedlichen Gewebsdichte gelingt es gesunde und krankhafte Zustände zu identifizieren. Allerdings gibt es für MRT einige Kontraindikationen, d.h. Fälle, in denen das MRT nicht möglich ist (Lesen Sie mehr dazu unter Kernspintomographie)

Auch die Methoden der Nuklearmedizin sind gelegentlich eine Alternative, meist jedoch eine Ergänzung zum Einsatz der CT. Insbesondere die Suche nach Bereichen erhöhten Stoffwechsels z. B. bei der Suche nach Tumoren und Entzündungen im gesamten Körper ist die Nuklearmedizin die Diagnosemethode der Wahl. Aufgrund der geringeren Ortsauflösung gelingt die Darstellung von Organen im Vergleich mit anderen Verfahren allerdings nur eingeschränkt.