Strahlenbehandlung oder -therapie?

 
Das Prinzip der Strahlentherapie beruht darauf, dass Tumorgewebe gegenüber Strahlung meist empfindlicher ist als gesundes Gewebe, weil nicht strahlenresistentes Tumorgewebe sich rascher teilt bzw. sich nach Strahleneinwirkung schlechter erholt. Ausgeübt wird die Strahlentherapie von einem Arzt mit der Fachkunde Strahlentherapie. Die Behandlungsformen werden je nach angewendetem Energiebereich unterschieden in oberflächliche (weniger als 120 Kilo-Elektronenvolt, keV), Orthovolt- (120-1.000 keV) und Megavolttherapie (über 1.000 keV). Oberflächliche Strahlentherapie wird zur Behandlung bösartiger Erkrankungen der Haut, Augen oder anderer Körperoberflächen angewendet. Die Orthovolttherapie wird mittlerweile größtenteils durch die Megavolttherapie ersetzt. Letztere nutzt insbes. Teilchenbeschleuniger (z.B. Linearbeschleuniger), um die erforderliche Strahlung effizienter und wirkungsvoller auf Tumore tief im Körperinneren zu richten und gleichzeitig die Haut und umgebendes gesundes Gewebe weitgehend zu schonen. Zuvor ist eine CT-Untersuchung erforderlich, um die Strahlentherapie effizient planen, einstellen und simulieren zu können.