Neue holländische Studie belegt: Mammographie-Screening rettet Leben tausender Frauen

 
Eine gerade im International Journal of Cancer (IJC Bd. 123, S. 1929) veröffentlichte Studie eines Forscherteams der Universität Nijmegen belegt, dass in den Niederlanden durch die Einführung des Mammographie-Screenings die Brustkrebssterblichkeit gesenkt werden konnte. Zwischen 1989 und 2006 wurden mehr als eine Million Niederländerinnen zwischen 50 und 69 Jahren eingeladen, alle zwei Jahre eine für sie kostenfreie Mammographie durchführen zu lassen. Ab 1998 konnten auch Frauen bis zum Alter von 75 Jahren am Screening teilnehmen. Bei einer Teilnahmequote von insgesamt durchschnittlich 80 Prozent sinkt seit 1994 die Brustkrebssterblichkeit in der Gruppe der Frauen zwischen 55 und 64 Jahren um 2,3 Prozent pro Jahr, bei den 65 bis 75 Jährigen sogar jährlich um durchschnittlich 2,8 Prozent. Obwohl zwischen 1989 und 2006 mehr Frauen an Brustkrebs erkrankten als in den Jahren davor, ist damit seit 1994 die Zahl der Frauen, die an Brustkrebs starben, deutlich zurückgegangen. Das belege, so die Forscher, dass sich mit der Früherkennung die Heilungschancen deutlich erhöhen und die Brustkrebssterblichkeit senken lasse.