Wonach entscheidet der Arzt, ob Röntgenstrahlung angewendet wird?

 
Die Verantwortung für die Strahlenexposition von Patientinnen und Patienten liegt beim fachkundigen Arzt, der nach Abwägung zwischen Nutzen und Risiko über die Anwendung von Röntgenstrahlung bei Diagnose und Therapie entscheidet. Sie ist nur dann gerechtfertigt, wenn das Strahlenrisiko gegenüber dem diagnostischen oder therapeutischen Nutzen gering ist. Die Dosis soll dabei so niedrig gehalten werden wie es mit dem medizinischen Zweck zu vereinbaren ist.
Die meisten Untersuchungsarten in der Röntgendiagnostik und in der nuklearmedizinischen Diagnostik sind standardisiert. In vieltausendfacher Anwendung wurde Nutzen erzielt, der sie rechtfertigt. Jede dieser Untersuchungsarten ist nach den Grundsätzen des Strahlenschutzes zu optimieren. Ärztinnen und Ärzte sind verpflichtet, jede einzelne Untersuchung so durchzuführen, dass die Strahlenexposition für den Patienten so gering wie möglich ist. Als Richtwerte werden vom Bundesamt für Strahlenschutz „Diagnostische Referenzwerte“ veröffentlicht, die bei Standarduntersuchungen bei normalgewichtigen Patienten in der Regel nicht überschritten werden sollten.