Wie hoch ist die natürliche Strahlenbelastung?

 
Die natürliche Strahlung stammt aus natürlichen Quellen und der Mensch ist ihr seit jeher und zu jeder Tageszeit ausgesetzt. Man unterscheidet eine innere Belastung durch Aufnahme / Einatmen radioaktiver Stoffe und eine äußere durch radioaktive Stoffe im Boden (terrestrische Strahlung) oder durch Strahlen, welche aus der Atmosphäre auf uns treffen (kosmische Strahlung). Die jährliche Dosis der natürlichen Strahlung kann bis 10 Millisievert (mSv) reichen und liegt in der Bundesrepublik im Schnitt bei 2,1 mSv (entspricht 0.002 Sv). Hiervon entfallen 1.1 mSv/Jahr auf die Inhalation von Radon und dessen Zerfallsprodukten. Weiterhin werden etwa 0.3 mSv/ Jahr mit der Nahrung aufgenommen. Ferner besteht eine Belastung von 0.3 bzw. 0.4 mSv/Jahr durch direkte kosmische bzw. direkte terrestrische Strahlung.
Für alle diese Werte gibt es deutliche Abweichungen, beispielsweise beträgt die terrestrische Strahlenbelastung in bestimmten Gebieten Schleswig-Holsteins nur 0,14 mSv, während die Belastung in Teilen des Bayerischen Waldes bei 1,46 mSv liegt. In Brasilien gibt es Gegenden mit einer terrestrischen Strahlenbelastung bis zu 87 mSv Belastung jährlich.