Ist man bei Langstreckenflügen auch einer erhöhten Strahlung ausgesetzt? Ist die Wahrscheinlichkeit für Vielflieger, an Krebs zu erkranken erhöht?

 

In großer Höhe ist man einer erhöhten kosmischen Strahlung ausgesetzt. Für Gelegenheitsflieger wie es die meisten Urlaubsflieger sind, ist die zusätzliche Strahlenexposition durch das Fliegen sehr gering und gesundheitlich unbedenklich; das gilt auch für Schwangere und Kleinkinder. Piloten, flugbegleitendes Personal oder berufliche „Vielflieger“ können, vor allem wenn sie häufig Langstrecken auf den nördlichen Polrouten fliegen, höhere Strahlendosen erhalten. Diese sind durchaus vergleichbar mit Dosiswerten in Berufsgruppen, die ionisierende Strahlung einsetzen oder die mit radioaktiven Quellen umgehen. Die neue Strahlenschutzverordnung sieht deshalb ab August 2003 für das fliegende Personal die gleiche rechtlich abgesicherte Strahlenschutzüberwachung wie für allen anderen beruflich strahlenexponierten Personen vor. Diese Überwachung wird vom Strahlenschutzregister in Zusammenarbeit mit dem Luftfahrtbundesamt durchgeführt.