Erhöht der Betrieb einer radiologischen Praxis die Strahlenbelastung in Wohnungen im selben Gebäude? Ist der Bezug einer Wohnung in direkter Nachbarschaft einer radiologischen Praxis vor dem Hintergrund des Strahlenschutzes unbedenklich?

 

Da in radiologischen Praxen, die Diagnostik mittels ionisierenden Strahlen (Röntgen, CT, Mammographie) betreiben, neben anderen Maßnahmen des Strahlenschutzes eine Bleiabschirmung der betreffenden Räumlichkeiten gesetzlich vorgeschrieben ist, ist eine erhöhte Strahlenbelastung des umliegenden Wohnraums nicht anzunehmen. Vor Inbetriebnahme einer Anlage überprüft der TÜV den ausreichenden Bleischutz und führt Messungen im und außerhalb des Gebäudes durch. Ungeachtet dessen ist außerhalb des sogenannten Nutzstrahls einer Röntgenröhre nur mit einer sehr geringen Streustrahlung zu rechnen, deren Abschirmung oft schon allein durch das Mauerwerk gegeben ist.