Was ist ein Radiologe, was eine MTRA?

 

Der Facharzt für Radiologie ist ein Arzt,
der nach dem Studium der Humanmedizin eine fünf- bis siebenjährige Facharztweiterbildung in einem Krankenhaus oder einem radiologischen oder nuklearmedizinischen Institut absolviert hat und in diagnostischer und therapeutischer Radiologie weitergebildet worden ist.
Sollte Sie interessieren, was die genauen Weiterbildungsinhalte des Facharztes für Diagnostische Radiologie sind, schauen Sie in die Weiterbildungsordnung z. B. der Ärztekammer Baden-Württemberg.
Nach bestandener Facharztprüfung kann er sich je nach Interesse auf bestimmte Teilgebiete der Radiologie konzentrieren. Dies sind insbesondere die Schwerpunkte Kinderradiologie und Neuroradiologie.
Der Radiologe hat die Wahl zwischen verschiedenen Berufswegen. Er kann in einem Krankenhaus oder als niedergelassener Facharzt tätig sein, als Dozent eine Universitätslaufbahn anstreben oder die Forschung oder den Staatsdienst gehen.
Die beiden Hauptbereiche der Tätigkeit sind die Klinik sowie die Niederlassung. Zum 31.12.2005 waren in der Bundesrepublik Deutschland 6405 Radiologen berufstätig. Hiervon arbeiteten 2523 Radiologen im ambulanten Bereich (zumeist in der radiologischen Praxis) und 3368 im stationären, also zumeist Krankenhausbereich. Eine kleine Anzahl war in anderen Bereichen des Gesundheitswesens und der Industrie tätig. Bezogen auf die Gesamtzahl der berufstätigen Ärzte (=307 577) in Deutschland ergibt sich hieraus ein Anteil von gut 2%. Mehr Ärztezahlenstatistik hier.

Was ist eine MTRA?
MTRA bedeutet Medizinisch-technische/r Röntgenassistent/in. Der Beruf des/der MTRA (oder auch MTA-R) ist so vielfältig wie die Radiologie selbst. Nach einer 3-jährigen Ausbildung und erfolgreichem Bestehen der staatlichen Abschlußprüfung wird der/die MTA-R hauptsächlich in den Bereichen diagnostische Radiologie, Nuklearmedizin oder Strahlentherapie beschäftigt sein.
Die Ausbildung zum/zur MTA-R dauert 3 Jahre und erfolgt in theoretischen und praktischen Unterrichtsfächern, die in schulischer Form vermittelt werden.
Neben den 4 großen Fachgebieten Diagnostische Radiologie, Strahlentherapie, Nuklearmedizin und Dosimetrie und Strahlenschutz werden folgende wesentliche Fächer vermittelt:
Mathematik, Physik, Chemie, Biologie, Statistik, EDV und Dokumentation, Anatomie, Physiologie, Krankheitslehre, Fachenglisch, Psychologie, Radiochemie und Immunologie.
Neben der theoretischen Ausbildung wird großer Wert auf die praktische Ausbildung in der radiologischen Praxis oder der radiologischen Krankenhausabteilung gelegt. Zusätzlich wird ein meist sechswöchiges Praktikum auf einer Krankenstation abgeleistet. Die Ausbildung findet ihr Ende in einer staatlichen Abschlußprüfung.   Nach Ende der Ausbildung steht dem/der MTA-R ein interessantes Betätigungsfeld an der Schnittstelle von High-Tech und direktem zwischenmenschlichem Kontakt offen.   Ein/e ausgebildete/r MTRA wird hauptsächlich in einem der drei großen Bereiche diagnostische Radiologie, Nuklearmedizin oder Strahlentherapie eingesetzt. Hier ist der/die MTRA verantwortlich für die Vorbereitung des Patienten, die exakte Lagerung bei der Untersuchung und die gute Qualität der entstehenden Bilder. Neben der Arbeit am Patienten fallen vielfältige administrative Aufgaben ebenfalls in den Aufgabenbereich.