Wird die Untersuchung von der Krankenkasse bezahlt?

 

In fast allen Ländern Europas und Nordamerikas wird PET bei bestimmten festgelegten Fragestellungen vom Gesundheitssystem getragen. Deutschland beging bisher einen Sonderweg. Künftig kann jedoch zur Diagnostik bestimmter Formen des Lungenkrebses die PET auch ambulant als vertragsärztliche Leistung durchgeführt werden. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss am 18.1.2007 beschlossen. Bei folgenden Indikationen kann die PET künftig als Kassenleistung für gesetzlich Versicherte erbracht werden: zur Bestimmung des Tumorstadiums von primären nichtkleinzelligen Lungenkarzinomen einschließlich der Detektion von Fernmetastasen, zum Nachweis von Rezidiven bei primären nichtkleinzelligen Lungenkarzinomen, sofern ein entsprechender Verdacht vorliegt und zur Charakterisierung von Lungenrundherden.

Bei anderen als den genannten Indikationen ist die  PET-  bzw. PET/CT-Untersuchung keine Leistung der Gesetzlichen Krankenversicherung. Daher müssen gesetzlich versicherte Patienten, bei denen eine PET-Untersuchung nach verantwortungsvoller Indikation entscheidend für die weitere Therapie sein kann, diese Untersuchung selbst bezahlen. Auf Basis GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte) werden zwischen 1.000 € und 1.500 € berechnet (bei Geräteinvestitionen von mehr als 2 Mio € und hohen Wartungs- und Betriebskosten). 

Bei Patienten der Privaten Krankenversicherung werden PET-und PET/CT-Untersuchungen nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) in der Regel erstattet. Privat versicherten Patienten wird empfohlen, vor der Untersuchung bei ihrer Krankenkasse nach zu fragen.