Werden für eine Computertomographie (CT) auch Röntgenstrahlen benötigt?

 

Ja, die Computertomographie (CT) ist eine Untersuchung, welche mit Röntgenstrahlung durchgeführt wird. Bei dem klassischen zwei-dimensionalen Röntgenbild liegt die Röntgenröhre entweder vor oder hinter dem Patienten, dementsprechend wird der Röntgenfilm als Aufnahmemedium genau auf der gegenüberliegenden Seite des Patienten positioniert. Bei der CT hingegen drehen Röntgenröhre und Aufnahmemedium, hier Detektor genannt, mit kontinuierlicher Geschwindigkeit um den Patienten. Dadurch werden Bilder aus unterschiedlichen Blickwinkeln angefertigt, so dass der Patient dreidimensional „abgetastet“ und dargestellt werden kann. Hieraus werden die typischen Querschnittsbilder des Körpers errechnet. Im Vergleich zu vielen klassischen Bildern werden die diagnostischen Möglichkeiten deutlich verbessert, allerdings liegt die Strahlenbelastung vielfach auch deutlich höher. Eine Aufnahme der Lunge (Thorax Untersuchung) mit einem klassischen CT hat etwa eine 50-fach höhere Dosis als eine klassische Lungenaufnahme in zwei Ebenen (5 versus 0,1 mSv). Durch Niedrigdosistechniken lässt sich allerdings bei vielen CT Untersuchungen die Dosis deutlich verringern.