Was bedeuten Schatten und Aufhellung in einer Röntgenaufnahme? Was bedeutet hyper- und hypodens in der Computertomographie und im MRT?

Verschattungen sind Gebiete mit vermehrter Dichte (z.B. eine Lungenentzündung) und stellen sich im konventionellen Röntgenbild weiß dar. Im Gegensatz dazu sind Aufhellungen Gebiete mit verminderter Dichte (z.B. stark luftgefüllte Darmschlingen) und stellen sich schwarz dar.

Wenn Röntgenstrahlen von der Kamera kommend in den menschlichen Körper gelangen, wird nur ein Teil der ursprünglichen Strahlen den Körper (ohne abgelenkt worden zu sein) wieder verlassen. Ein großer Teil der Strahlen ist hingegen entweder abgelenkt (d.h. der Strahl verlässt den Körper in einem anderen Winkel als er eingetreten ist) oder vom Körper aufgenommen (absorbiert) worden. Das Ausmaß der Abschwächung des Röntgenstrahls hängt im Wesentlichen von der Dichte des Gewebes ab. Diese Dichteunterschiede werden bei der Computertomographie mittels verschiedener Grautöne wiedergegeben. Dementsprechend wurden auch die Begriffe gewählt. Als hyperdens werden Gewebe mit erhöhtem, als hypodens solche mit erniedrigtem und als isodens Gewebe mit gleichem Abschwächungswert bezeichnet. Das dichteste Gewebe des menschlichen Körpers ist der besonders robuste Knochen an der Schädelbasis.

Im MRT Link MRT/ Ultraschall spricht man hingegen von hyper- oder hypointens. Es handelt sich hier im Gegensatz zu Röntgenaufnahmen nicht um eine „Dichte-Bildgebung“ sondern im weitesten Sinne um eine Weichteil-Bildgebung. Es gibt völlig unterschiedliche Möglichkeiten, MRT-Bilder zu erstellen und somit können bestimmte Organe in einer Untersuchungssequenz dunkel (hypointens) und in einer andern hell (hyperintens) erscheinen. Referenz für die Auswahl dieser Begriffe sind jeweils die umgebenden Strukturen. Deshalb kann man korrekterweise in einem MRT-Befund nicht sagen, eine Struktur sei hypointens sondern es sollte immer lauten: Im Vergleich zu einer bestimmten Referenz-Struktur ist diese Struktur hypointens.