Besteht die Möglichkeit des Auftretens von Kontrastmittel-Reaktionen (z.B. Hautausschlag) bei Säuglingen, nachdem einer stillenden Mutter im Rahmen einer Kernspinuntersuchung ein gadoliniumhaltiges Kontrastmittel verabreicht wurde?

 

In Studien konnte gezeigt werden, dass bei stillenden Müttern, denen ein gadoliniumhaltiges Kontrastmittel verabreicht wurde, nur ca. 0,04 % der verabreichten Menge in der Muttermilch feststellbar war. Dies entspricht bei einer üblichen für einen Menschen mit 70 kg Körpergewicht verabreichten Menge von 15 ml etwa 0,006 ml. Diese Menge liegt deutlich unter der bei der MRT von Säuglingen normalerweise eingesetzten Kontrastmittelmenge von 1ml.

Unabhängig von dem geringen zu erwartenden Kontrastmittelspiegel in der Muttermilch, ist eine prinzipiell schädigende Wirkung auf Säuglinge nach Kontrastmittelaufnahme über die Muttermilch nicht bekannt.