Gerlinde Kretschmann übernimmt Schirmherrschaft 5 Jahre Mammographie-Screening in Baden-Württemberg

Quelle: Pressemeldung von Radiologienetz, 24.01.2012 - Download Text & Bild (zip Datei 6 MB)

Die Programmverantwortlichen Ärzte freuen sich sehr,

dass Gerlinde Kretschmann, die Ehefrau des baden-württembergischen Ministerpräsidenten, die landesweite Schirmherrschaft für das Mammographie-Screening übernimmt. „Stellvertretend für die anwesenden, aber auch die heute nicht aus ihren Praxen abkömmlichen programmverantwortlichen Ärzte danken wir Frau Kretschmann für die Wertschätzung unserer Arbeit in unserem Bestreben, die Brustkrebssterblichkeit in Baden-Württemberg zu senken. Sie wird eine wunderbare Botschafterin für dieses wichtige Thema sein!“, so Dr. Sabine Auer, programmverantwortliche Radiologin für die Region Süd-Württemberg, zu der auch der Wohnort der Familie Kretschmann gehört.

„Ich vertraue auf die hohe Qualität des Mammographie-Screenings“,

begründet Frau Kretschmann ihre Entscheidung zur Übernahme der Schirmherrschaft für das Programm. „Brustkrebs ist ein Thema, das Frauen in meinem Alter relativ häufig betrifft. Schon allein das Wort löst viele Ängste aus und wird gerne im Alltag verdrängt.“ Doch Frau Kretschmann hat sich informiert und konnte von den Vorteilen der Brustkrebsfrüherkennung im Screening-Programm wie z.B. der speziellen und regelmäßigen Fortbildung für das Untersuchungspersonal und die Ärzte, dem nachgewiesenen Erfahrungsschatz der Screeningärzte, der täglichen Überprüfung der technischen Geräte sowie der Befundung durch mindestens zwei Ärzte, überzeugt werden: „Als medizinischer Laie muss ich mich bei diesem Thema auf nachvollziehbare Qualitätskriterien verlassen können und die sind beim Mammographie-Screening transparent und überzeugend.“

Und weiter führt sie aus: “Ich habe in der für mich zuständigen Mammographie-Einheit in Sigmaringen bereits am Screening teilgenommen und werde es alle zwei Jahre wieder tun. Natürlich ist die Untersuchung als solche nicht ganz angenehm. Aber das Wissen, dass durch die regelmäßige Untersuchung Brustkrebs in einem so frühen Stadium erkannt werden kann, dass er heilbar ist, gibt mir den Mut teilzunehmen. Und ich hoffe, dass ich durch mein öffentliches Auftreten viele weitere Frauen in Baden-Württemberg ermutige, die das Angebot noch nicht wahrgenommen haben, zum Mammographie-Screening zu gehen.“

Seit fünf Jahren können Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren

in Baden-Württemberg am Mammographie-Screening-Programm teilnehmen. Insgesamt wurden zehn Screeningregionen etabliert, die unter der Leitung von programmverantwortlichen Ärzten das regionale Mammographie-Screening organisieren. Vorbildlich ist es gelungen, ein engmaschiges Netzwerk von niedergelassenen Ärzten aufzubauen, so dass jede Frau wohnortnah teilnehmen kann. Dort haben sie nach Angaben der zentralen Einladestelle in Baden-Baden in den letzten fünf Jahren insgesamt 1.202.371 Frauen untersucht. Dies entspricht einer, im Bundesvergleich leicht überdurchschnittlichen Teilnahmequote von 53,7 Prozent. Allein im Jahr 2011 konnten 331.419 Teilnehmerinnen verzeichnet werden, ein Hinweis darauf, dass das qualitätsgesicherte Untersuchungsangebot immer stärker von den Frauen angenommen wird.

Dank Screening werden wesentlich häufiger kleine Tumoren aufgespürt.

Gut 30 Prozent der in den Jahren 2008 bis 2010 im baden-württembergischen Screening entdeckten 5.105 Karzinome waren nur 10 mm groß oder kleiner. Die Brustkrebsentdeckungsrate lag in diesem Zeitraum bei 0,74%. „Diese Frauen haben durch ihre Teilnahme „Glück im Unglück“.“ sagt Dr. Peter Banse, programmverantwortlicher Radiologe aus Lahr und verweist exemplarisch auf die Zahlen in seiner Screening-Einheit: „Bei ca. 75 % der 517 entdeckten Karzinome in der Region Rhein-Schwarzwald waren die Lymphknoten der betroffenen Frauen noch nicht befallen.“ Vor dem Screening lag der bundesweite Wert mit 49 % deutlich darunter. Die Entdeckung kleinster Brustkrebstumoren, die für die Frauen selbst noch gar nicht tastbar sind, führt nachweislich zu ca. 85 % brusterhaltender Operationen und auch besseren Möglichkeiten schonender Therapien, sprich weniger Chemotherapie.

 

Herausgeber dieser Pressemitteilung: Radiologienetz, Ringstraße 19 B, 69115 Heidelberg

Radiologienetz ist ein bundesweiter Qualitätsverbund von 360 niedergelassenen Radiologen und Nuklearmedizinern. Dreizehn Programmverantwortliche Ärzte im Baden-Württembergischen Mammographie-Screening sind Mitglieder:

Dr. Heidi Daniel, Region Rhein-Neckar-Odenwald, Dr. Axel Helwig, Region Stuttgart-Esslingen, Dres. Sabine Auer und Till Diergarten, Region Süd-Württemberg, Dres. Josef Kellermann und Ulrich Roos, Region Württemberg-Nord, Dres. Martin Majer und Ute Krainick-Strobel, Region Neckar-Alb, Dr. Peter Banse, Region Rhein-Schwarzwald, Dr. Claus Görner, Region 3,  Friedrich Götzel, Region 4, Dr. Hinrich Prüß, Region 10